hartwigbenzler

Covid-19-Bekämpfungsstrategie

Die Passage aus dem Zeit-Artikel von Mariam Lau vom 29.04.2020, Seite 4: „Noch immer genießen die derzeit geltenden Maßnahmen die stabile Zustimmung einer Mehrheit, aber sie wird geringer. Über eine Million Zuschauer riefen das YouTube-Video des Hannoveraner Finanzwissenschaftlers Stefan Homburg von der Leibniz Universität auf, in dem er darauf  verweist, daß die Reproduktionszahl schon vor dem Shutdown am 23. März auf einen beherrschbaren Wert abgesunken sei. Was Homburg nicht erwähnte: Die Ursache dieses Werts war die aus den Google-Bewegungsdaten ablesbare freiwillige Kontakteinschränkung der Bürger unter dem Eindruck von Bildern aus Italien und Warnungen aus dem Kanzleramt. Homburgs Argument fand trotzdem seinen Weg in den Bundestag.“
Die Passage aus dem Zeit-Artikel von Mariam Lau vom 29.04.2020, Seite 4: „Noch immer genießen die derzeit geltenden Maßnahmen die stabile Zustimmung einer Mehrheit, aber sie wird geringer. Über eine Million Zuschauer riefen das YouTube-Video des Hannoveraner Finanzwissenschaftlers Stefan Homburg von der Leibniz Universität auf, in dem er darauf verweist, daß die Reproduktionszahl schon vor dem Shutdown am 23. März auf einen beherrschbaren Wert abgesunken sei. Was Homburg nicht erwähnte: Die Ursache dieses Werts war die aus den Google-Bewegungsdaten ablesbare freiwillige Kontakteinschränkung der Bürger unter dem Eindruck von Bildern aus Italien und Warnungen aus dem Kanzleramt. Homburgs Argument fand trotzdem seinen Weg in den Bundestag.“

Email an Prof. Stefan Homburg vom 4.5.2020:

„Guten Morgen Herr Prof. Homburg,

zwei Punkte, die Sie vielleicht interessieren. Ad Punkt 1 würde ich gerne Ihre Meinung hören.

  1. Lockdown/R-Zahl/Ihre Kritik an die Bundesregierung

    Sicherlich haben Sie es schon gelesen (siehe Anlage, die Seite 4 der aktuellen Zeit-Ausgabe): Ihre Kritik an der Corona-Virus-„Strategie“ der Bundesregierung mit dem Argument, der angeblich maßgebliche Wert von 1 der angeblich entscheidenden Meßzahl in dieser Corona-Krise, der Reproduktionszahl (R-Zahl), sei bereits vor (!) dem gesellschaftlichen Stillstand („Lockdown“) unterschritten worden, und deshalb sei die Einrichtung und die Fortsetzung dieses Stillstandes verkehrt, wurde von der Redakteurin Mariam Lau als irrig abgewiesen. Frau Lau ist bekanntlich eine Vertraute von Kanzlerin Merkel und Sie können diesen Hinweis in der Zeit als direkte Antwort der Kanzlerin auf Ihren Vorhalt bewerten.

    Das Argument von Lau/Merkel: Diese R-Zahl sei maßgeblich aufgrund der bei den Google-Bewegungsdaten ablesbaren „freiwillige(n) Kontakteinschränkung der Bürger“ auf den Wert unter 1 gesunken (siehe zweite Spalte oben im Artikel).

    In der logischen Umkehrung: Wenn diese Kontakteinschränkung dadurch aufgehoben würde, daß sich die Bürger freiwillig nicht mehr zurückhalten würden, also mehr oder weniger wieder frei herumlaufen würden, wenn auch zwar mit Abstand, aber eben ohne gesellschaftlichen Stillstand (Lockdown), dann würde der bisher erreichte Erfolg bei der Bekämpfung des Covid-19-Virus verspielt und die Ansteckungszahlen würden wieder hochschnellen. Dann würde also, wenn man Ihrer Empfehlung folgende würde, die Reproduktionszahl (R-Zahl) wieder über 1 ansteigen.

    Was sagen Sie dazu?
  2. Hinweise einer Virus-Expertin aus Frankreich

    2.1. Wurde er Covid-19-Virus künstlich erzeugt? Eher Nein.

    Ich darf Ihnen mitteilen, daß ich mit einer der besten Wissenschaftlerinnen in Frankreich zu diesem ganzen Viren-Komplex am Wochenende gesprochen habe. Sie steht u.a. in direktem Kontakt mit dem französischen Nobelpreisträger Prof. Luc Montagnier, der letztens in den sozialen Netzen zum Corona-Thema eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, weil er in einer französischen Sendung die These verbreitet hatte, es sei erwiesen, daß der Covid-19-Virus-Genom mit einer nur künstlich, also durch Menschenhand zu erzeugenden HIV-Gen-Sequenz versehen sei. Deshalb müsse dieser Virus aus einem Labor (in China oder den USA sei offen) entwichen sein (siehe den Ausschnitt hier: https://youtu.be/Ug1lBepq-T4).

    Auf mehrfaches Nachfrage meiner Bekannten, er, Prof. Montagnier, möge ihr die konkrete Gensequenz mitteilen, was wohl relativ einfach zu sein scheint, habe dieser nicht reagiert. Das habe sie nicht weiter verwundert, denn, wie sie mir mitteilte, so würde Montagnier nun mal grundsätzlich arbeiten. Er verlasse sich im wesentlichen auf seine engsten Mitarbeiter, würde ihnen also quasi „blind“ vertrauen, ohne sich aber konkret in die Details zu vertiefen, also bezogen hier auf seine Covid-19/HIV-Genom-Sequenz-Aussage, er habe diese Sequenz selbst gar nicht angeschaut.

    Will sagen: ob diese seine Aussage in der Sache wirklich zutreffe, sei bisher nicht erweisen. Menschlich und persönlich habe sie überhaupt nichts gegen den Herrn Nobelpreisträger einzuwenden, denn er sei ein überaus reizender und charmanter älterer Herr. Nur: solange er die konkrete HIV-Gen-Sequenz nicht liefern könne, würde sie davor abraten, diese seine These als bare Münze zu nehmen.

    2.2. Welche Bekämpfungsstrategie ist gegen das Corona-Virus richtig? Auf die Dosis kommt es an.

    Was wäre nun aus der Sicht dieser französischen Virus-Expertin die sinnvollste Bekämpfungsstrategie zur Abwehr dieses Covid-19-Virus, wobei das bei allen ähnlich gelagerten Epidemien mit ähnlichen Corona-Viren oder anderen Viren gleichermaßen der Fall wäre?

    a. Auf die Dosis der Infizierung beim einzelnen Menschen komme es an.

    Eine „leichte„ Infizierung sei in aller Regel für den Menschen nicht schädlich. „Leicht“ sei eine Infizierung dann, wenn der Körper des Menschen diese noch gut vertragen könne, also sich genügend Antikörper gegen diesen Corona-Virus in ausreichender Menge bilden könnten, damit der betreffende Mensch eine genügend hohe Immunisierung gegen diesen konkreten Virus aufbauen könne.

    Ergo: eine hermetische Abriegelung sei verkehrt, aber ebenso eine intensive, kurzfristige Aussetzung dem Covid-19-Virus gegenüber. Es komme eben auf die richtige Dosis an.

    b. Jedes Individuum habe eine singuläre unterschiedliche (!) genetische, körperliche und soziale Ausgangslage, weshalb grundsätzlich jeder Einzelne anders auf eine Covid-19-Infizierung reagieren würde. Gleichzeitig gäbe es aber, statistisch signifikant, regionale und ethnische einheitliche spezifische Gruppenmerkmalsausprägungen, weshalb man, ganz allgemein formuliert, ansatzweise behaupten könne, bestimmte Altersgruppen in bestimmten Regionen, aufgegliedert in Untergruppen gemäß ihrer Vorerkrankungsbelastung, körperlicher Verfassung und genetischer Veranlagung, würden auf diese oder jene Art und Weise auf die Viruserkrankung reagieren.

    Ergo: es gäbe keine pauschale Lösung, aber es gäbe multisektorielle Ähnlichkeiten, die wiederum eine spezifische Handhabung ermöglichen würden.

    c. Schweden habe ansatzweise den richtigen Weg eingeschlagen, weil eben, bewußt oder unbewußt, eine breitestmögliche Immunisierung der Einwohner des Landes erreicht würde. Der deutsche Ansatz der graduellen Abschottung, aber erst recht der französische oder italienische Ansatz der totalen Abschottung sei nicht zufriedenstellend gewesen.

    Aber auch der britische oder US-amerikanische Ansatz, wahrscheinlich auch der chinesische und russische Ansatz seien wohl unzureichend gewesen, weil eben keine breitflächige Immunisierung stattgefunden habe (D, I, F, CH), oder eine zu intensive Aussetzung (GB, USA, RUS), vor allem dann, wenn der Virus auf Risikogruppen wie Senioren- und Krankenhäuser gefallen wäre.

Ihnen eine erfolgreichen Wochenstart.

Gruß aus Hamburg

Hartwig Benzler“


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