hartwigbenzler

Chefredakteur der Alliierten

Hamburger Morgenpost, Seite 34 + 35, in der Ausgabe vom Sonntag, den 26. Juli 2020.
Hamburger Morgenpost, Seite 34 + 35, in der Ausgabe vom Sonntag, den 26. Juli 2020.

Leserbrief an die Hamburger Morgenpost

“Operation Gomorrha — Ihr Chefredakteur irrt wie er druckt. 

https://www.mopo.de/hamburg/historisch/-operation-gomorrha--vor-77-jahren-verwuestete-der-feuersturm-hamburg-30996636

Gleich im ersten Satz seines Artikels über eines der größten Kriegsverbrechen der Briten und US-Amerikaner gegen die deutsche Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs, vom 24. bis 28. Juli 1943, der Operation Gomorrha, behauptet er, „in keiner anderen Stadt“ seien “jemals so viele Menschen in so kurzer Zeit auf so grauenvolle Weise getötet worden wie in Hamburg“. Glatte Lüge. 

Sein darauf wahrscheinlich erfolgendes Pseudo-Gegenargument, in Dresden 1945 seien doch „erwiesenermaßen“ nur „maximal 25.000 Menschen“ gestorben, wie kürzlich in einem bestellten Gefälligkeitsgutachten veröffentlicht, ist dermaßen billig, daß es keinen Sinn hat, darauf einzugehen. 

„Chefredakteur der Alliierten“ könnte man diesen Ihren Herrn Wunder nennen, um die Redewendung eines wahren deutschen Patrioten wie Kurt Schumacher (SPD), leicht abgewandelt, zu benutzen. 

Weiters im Blatt gefällt sich Herr Wunder aber darin, seitenweise über seine eigene Vorfahren aus Pommern zu schreiben, das einem fast die Tränen kommen. Dabei muß man aber wissen, daß dieser Herr Wunder seit Jahren das Gedenken an das Unrecht der Vertreibung von ca. 15 Millionen Deutschen aus dem deutschen Osten in eben diesem seinen Blatt mit Dreck bewirft und dieses ehrenvolle Erinnern als „Verharmlosung des Nationalsozialismus“ und „ewiggestrige“, „rechtsextreme“, „holocaust-leugnende“ und „Nazi“-Geschichtsschreibung diffamiert. 

Es ist eine Schande für das deutsche Volk, solche Schreiberlinge ihr eigen zu nennen, die sich pseudo-moralisch und besserwisserisch über Millionen eigener vielfach bereits verstorbener Landsleute erheben und tagtäglich ihren persönlichen Dreckkübel medial über eben diese ausschütten, aber das Eigene und Private als irgendwie maßgeblich für irgendetwas in den Vordergrund schieben und dann noch den Lesern unter die Nase reiben.

Einzige Genugtuung: Herr Wunder darf im Hamburger Veddel leben und sich an der multikulturellen Bereicherung eines quasi deutsch-freien Hamburger Stadtteils erfreuen. Ein Jammer nur für die dort lebenden Ausländer, daß sie von diesem bald letzten Deutschen im Veddel eine getürkte Erzählung über die jüngere deutsche Geschichte erhalten werden. Aber dann wird es auch egal sein. Kein Wunder: dieser Olaf will finis germaniae.

Mit freundlichen Grüßen

Hartwig Benzler, Hamburg„

Error

Anonymous comments are disabled in this journal

default userpic