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Querdenker-40-Demo in Hamburg, 19.09.2020 – Ein Erlebnisbericht

Querdenker-40-Freiheits-Demonstration am Sonnabend, den 19.09.2020 am Jungfernstieg in Hamburg. Siehe auch https://Querdenken-40.de.
Querdenker-40-Freiheits-Demonstration am Sonnabend, den 19.09.2020 am Jungfernstieg in Hamburg. Siehe auch https://Querdenken-40.de.

Geistiger Corona-Mehltau liegt über dem deutschen Lande, seit Monaten. Die Maske als allseits sichtbares Zeichen der Staatsbürgertreue und beflissenen Befolgung der ersten Bürgerpflicht, sich an Gesetz und Ordnung zu halten, hat sich über die Gesichter der Menschen in der „BRD“ gelegt. Es scheint, als habe das Corona-Virus auch das Denken der Menschen maßgeblich eingeschränkt. 

Wie anders ist es zu erklären, daß obwohl seit Monaten die Zahlen der schweren Erkrankungen, geschweige denn die der der Todesfälle durch COVID-19 in den Keller rauschen und sich proportional, also im einzig sinnvollen Maßstab des Verhältnisses, woraus sich ja zwingend die Verhältnismäßigkeit ableiten läßt, sich im Promille-Bereich, wenn nicht noch niedriger bewegen, aber ein Großteil der Bevölkerung weiter mehrheitlich, über 70% in unseren Lande, den wieder zunehmenden Drangsalierungen des Alltags durch die politmediale Klasse einschließlich einhergehender gesetzlicher Verschärfungen zustimmen, einige sogar, um die 20%, sogar noch für schärfere Maßnahmen plädieren. Denn, so sagt man, die ominöse „Zweite Welle“ stünde doch bald bevor – der Herbst, der Herbst, er bringe bald wieder den Corona-Tod übers Lande.

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi + Prof. Dr. Karina Reiß, Corona Fehlalarm?, Zahlen, Daten und Hintergründe. Platz 1 der Spiegel-Beststeller seit Wochen.
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi + Prof. Dr. Karina Reiß, Corona Fehlalarm?, Zahlen, Daten und Hintergründe. Platz 1 der Spiegel-Beststeller seit Wochen.

Doch, es gleicht fast einem Wunder, regt sich langsam Widerstand in Deutschland, wagen sich die ersten Quer-, Anders- und Freiheitsdenker auf die Straße, erheben ihre Stimme des Bürger-Protestes. Eine Gegenmeinung, die mehrheitlich wissenschaftlich fundiert und qualifiziert ist. Namen wie Prof. Bhakdi, Dr. Wodarg und Prof. Homburg machen die Runde. Selbst bisher sich im Hauptstrom der Corona-Angst-Bewegung sich befindende Wissenschaftlicher wie Prof. Streeck oder Prof. Zastrow verkünden abweichende, also beschwichtigende Einschätzungen zur Bedrohungslage der Bevölkerung. Obgleich diese Stimmen aktuell noch gesamtheitlich gesehen eine Mindermeinung darstellen, werden sie vor allem im noch freien Weltnetz/Internet zunehmend hörbar.

Dieser Corona-Widerstand entstammt anfänglich und mehrheitlich dem Südwesten des deutschen Landes. Stuttgart, Heidelberg, Ulm sind die Geburtsstädten der lautstarken Corona-Gegenmeinung. Die Brutstätten der Querdenker-Bewegung, die bereits für deutsche Verhältnisse beachtliches geleistet haben, liegen im Allemanischen. Wie sich deutsche Geschichte doch immer wieder gleicht. Erstaunlich.  

Zehntausende Baden-Württemberger auf dem Cannstatter Wasen, vereint gegen den Corona-Wahn, von politisch links bis rechts, ob libertär, anarchistisch, freiheitlich, esoterisch, patriotisch oder rebellisch, egal. Woche für Woche, angereichert durch Menschen aus der deutschen Schweiz, die gerade medial, in den sozialen Netzen, der deutschen Widerstandsbewegung den gesellschaftlich wirkungsmächtigen Dreh geben. Alle Achtung.

Freiheits- und Anti-Corona-Demonstration am 1.8.2020 in Berlin, mitten im Demonstrationszug Unter den Linden, am Anfang des fried- und lustvollen Marsches durch Berlin.
Freiheits- und Anti-Corona-Demonstration am 1.8.2020 in Berlin, mitten im Demonstrationszug Unter den Linden, am Anfang des fried- und lustvollen Marsches durch Berlin.

Der landesweite gesellschaftliche Durchbruch auf nationaler Ebene dieses Widerstandsgeistes war dann zweifelsohne die Freiheits-Großdemonstration am 1. August 2020 in Berlin, auf der Straße des 17. Juni, Symboldatum des Widerstandes deutscher Menschen in der frisch gegründeten „DDR“, am 17. Juni 1953, der sowjetischen Besatzungszone SBZ, als die kommunistischen Machthaber in Mitteldeutschland diese deutsche Revolution nur mit Panzer- und Gewehrgewalt niederringen konnten. Der an vielen Orten aufgekommene Geist der Freiheit konnte so zurück in die sozialistische Flasche zurückgedrängt werden. Die Befreiung kam erst 36 Jahre später, am 9. November 1989. 

Doch heuer, 2020, eben an diesem 01.08.2020, zwischen Brandenburger Tor und der Siegessäule, standen, saßen und sangen glücksbeseelte, friedliche, freiheitsliebende Deutsche, die zuvor im friedlichsten Demonstrationszug aller Zeiten (O-Ton Berliner Polizisten vor Ort) durch Berlin-Mitte über mehrere Stunden spazieren gegangen waren, mit unzähligen bunten Transparenten und Schildern, voller Kreativität und Freiheitsliebe entstanden, daß es wahrlich eine Ehre war, Teil dieser Veranstaltung gewesen zu sein.

Die darauf folgende Querdenker-Großdemonstration in Berlin am 29.08., die von der Teilnehmerzahl eine Steigerung um den Faktor zwei bis drei, wenn nicht noch mehr darstellte, war aber eine weitaus politischere Zusammenkunft. Dies wurde allein schon durch die Anwesenheit von Übersee von Robert F. Kennedy jr. ersichtlich, der in seiner Ansprache wie sein Onkel JFK die weltberühmte Losung „Ich bin ein Berliner“ wiederholte. 

Diese Millionennahe starke Teilnehmerzahl hätte am Folgetage die Gazetten des Landes ausfüllen müssen, aber, im Grunde keine Überraschung, es kam ganz anders. Denn der Corona-Unterdrückungsstaat namens Merkel-Regierung hatte dem Querdenker-Widerstand den zersetzenden Verfassungsschutz ins Pelz gesetzt, und dieser konnte mit seiner verdeckt angelegten, aber dann ganz bewußt öffentlichkeitswirksam ablaufenden Operation „Sturm auf den Reichstag“ - tatsächlich der Treppenwitz des Jahres – die mediale Aufmerksamkeitswelle von der Querdenker-Großdemonstration weglenken. Shit happens.

Michael Ballweg (Querdenken-711) im Interview mit der ARD am 4.9.2020. Er muß sich für angebliches Mißverhalten bei der 2. Großdemonstration in Berlin verantworten, auf der am Ende des ersten Tages einige Hundert fremdgesteuerte Personen auf die Stufen des Reichstages wegen eines Selfies hochrannten, Die Mainstreammedien machten darauf einen „Sturm auf den Reichstag“, tatsächlich der Treppenwitz des Jahres.
Michael Ballweg (Querdenken-711) im Interview mit der ARD am 4.9.2020. Er muß sich für angebliches Mißverhalten bei der 2. Großdemonstration in Berlin verantworten, auf der am Ende des ersten Tages einige Hundert fremdgesteuerte Personen auf die Stufen des Reichstages wegen eines Selfies hochrannten, Die Mainstreammedien machten darauf einen „Sturm auf den Reichstag“, tatsächlich der Treppenwitz des Jahres.

Der führende Kopf der Querdenker-Bewegung, Michael Ballweg aus Stuttgart, der sich schon getragen durch die Hunderttausenden auf dem Stuhl des Oberbürgermeister seiner Stadt sitzen sah, ja vielleicht noch auf ganz anderen, höherwertigeren Stühlen der Republik, mußte erkennen, daß die Querdenker-Bäume nicht in den Himmel wachsen und Realpolitik nicht nur ein hartes, sondern ein ganz schmutziges Geschäft ist. 

Tarnen, täuschen, verdrehen, verleumden – das sind die Mittel der Restauration, das sind die politmedialen Werkzeuge der Zersetzung der Herrschenden, mit denen sie aufmüpfige Bürger mit derem Freiheitsstreben in die Schranken weisen können. 

Das Herz und die Liebe kann zwar die Menschen in Wallung und dann auf die Straßen bringen. Die Querdenker haben es gezeigt. Aber der politische Verstand und die gleichermaßen politmediale Lebenserfahrung müssen in solch eine organische Volksbewegung mit einfließen, damit aus dem ungeordneten, ungestümen und wilden Ungehorsam eine politisch wirksame Kraft entstehen kann. TelAviv, sagt da der Franzose.

Werbeplakat für die Querdenker-40-Demonstration am Sonnabend, den 19.09.2020, auf dem Jungfernstieg in Hamburg.
Werbeplakat für die Querdenker-40-Demonstration am Sonnabend, den 19.09.2020, auf dem Jungfernstieg in Hamburg.

So gesehen war es für mich mehr als spannend und interessant zu sehen, der ich an den beiden Berliner Großdemonstrationen teilgenommen hatte, wie drei Wochen später, am Sonnabend, dem 19.09., dieses Mal in Hamburg, der zweitgrößten Stadt der „BRD“, der Corona-Widerstand dieses Schock-Erlebnis von Berlin zumindest im Norden verkraftet hatte. Wieviele Menschen würden dem Aufruf der Querdenker-40 folgen? Was würde die Staatsmacht, also die Polizei machen? Würde es womöglich einen „Sturm auf das Rathaus“ geben?

Die Erwartungshaltung war bescheiden, zumal die staatlich inszenierten Diffamierungs- und Verleumdungskampagnen gegen die Querdenker auf allen Kanälen der Republik auf Hochtouren liefen. Seit der Berliner-Reichstagsinszenierung wurde der weißen Querdenker-Farbe die politische Farbe Schwarz und Rot als Zeichen des Bösen und des angeblich geschichtlichen Ungeistes beigemischt. Michael Ballweg mußte sich bereits mehrmals öffentlich von dieser altdeutschen Farbentricolore distanzieren und sich von jenen abgrenzen, die als „rechts“ vulgo böse verleumdet werden. 

Der Schneider von Ulm alias Ikarus 2.0 bezogen auf die Querdenker aus Stuttgart und Ulm.
Der Schneider von Ulm alias Ikarus 2.0 bezogen auf die Querdenker aus Stuttgart und Ulm.

Er, der umtriebige IT-Unternehmer aus Südwest, konnte der knallharten, „antifaschistischen“ Monitor- und Tagesschau-Dampfwalze letztendlich nicht standhalten. Seine politische Unerfahrenheit war da einfach zu wirkmächtig, diesem politmedialen, niederträchtigen Druck konnte er nicht gewachsen sein. Michael Ballweg alias Ikarus 2.0 hätte man fast meinen können. Oder bezogen auf seinen anwaltlichen, äußerst rührigen Mitstreiter, den Ulmer Rechtsanwalt Markus Haintz, eine zeitgenössische Aufführung des Schneiders von Ulm. Hochgeflogen und tief gestürzt. So hart ist das politische Geschäft. Nichts für Träumer. Siehe USA. Aber vielleicht lernen beide aus diesen Erfahrungen und kommen gestärkt und gestählt wieder empor, wie Phoenix aus der Asche. Verdient hätten sie es. 

Aber jetzt Hamburg, Sonnabend, der 19. September, 15 Uhr. Die Querdenker-40, also die aus Hamburg, hatten gerufen. Am Jungfernstieg sollten sich die Corona-Andersdenker des Nordens treffen, zwischen Binnenalster und dem Hamburger Rathaus, Sitz des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. med. Peter Tschentscher (SPD). 

Dieser war ehemals Oberarzt im UKE, dem renommiertesten Universitätskrankenhaus der Stadt, gewesen, also eigentlich ein Mann vom Corona-Fach, er selbst ein guter Bekannter des Hamburger UKE-Pathologen Prof. Klaus Püschel, der als erster seines medizinischen Faches schon vor Monaten wissenschaftlich fundiert, nämlich durch Obduktion, nachgewiesen hatte, daß die von ihm gut 150 obduzierten „Corona-Toten“ unisono Vorerkrankungen vorzuweisen hatten, viele davon multiple, im Altersdurchschnitt schlappe 82 Jahre alt gewesen waren, zudem niemand unter 50. 

Dr. med. Peter Tschentscher (54), SPD-Mitglied, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Eigentlich im Bilde über die begrenzte Gefahr des COVID-19-Virus, aber als braver und angepaßter Politiker mit den Corona-Panikmachern Merkel und Söder mitschwimmend.
Dr. med. Peter Tschentscher (54), SPD-Mitglied, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Eigentlich im Bilde über die begrenzte Gefahr des COVID-19-Virus, aber als braver und angepaßter Politiker mit den Corona-Panikmachern Merkel und Söder mitschwimmend.

Kurzum: Der oberste Politiker der Stadt, also der Peter, müßte eigentlich wissen, daß von COVID-19 keine wie auch immer geartete flächendeckende, Pandemie-ähnliche Gefahr ausgeht, sondern wir es, wie all die Jahrzehnte zuvor, medizinisch gesehen, mit einer ganz normalen Grippewelle zu tun haben, die nur durch einen neuartigen Corona-Virus, eben COVID-19 alias SARS-CoV-2, bereichert wurde, aber eben auch nicht mehr. Denn Corona-Viren gibt es schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Alles halb so wild, eigentlich.

Aber: Dr. Peter Tschentscher ist nun mal Sozialdemokrat, zudem ein treuer Wegbegleiter und Bewunderer von Dr. Angela Merkel, der Bundeskanzlerin, diese offiziell Christdemokratin, tatsächlich überzeugte sozialdemokratische Antifaschistin. Im Trio mit dem Christsozialen aus dem Fränkischen bilden diese drei Politiker nun mal die Speerspitze des Corona-Irrsinns im Lande, und dagegen ist derzeit wahrlich kein Kraut gewachsen, zumal sich die meisten „Krauts“ brav wie Lämminge hinter ihren Volksverführern scharen. 

Blick vom Gänsemarkt den Jungfernstieg hoch am Sonnabend, den 19.09.2020, gegen 15 Uhr.
Blick vom Gänsemarkt den Jungfernstieg hoch am Sonnabend, den 19.09.2020, gegen 15 Uhr.

Querdenker-40, Hamburg, 19.09., 15 Uhr, konkret auf dem Platze. Der Weg vom Gänsemarkt Richtung Jungfernstieg: gähnende Leere. Hunderttausende werden es hier und heute nicht werden. Am Gänsemarkt selbst vielleicht 20 lautstarke Thais, die ihren Kaiser nicht so nett finden und auf Deutsch für seine Absetzung und die der Monarchie fordern. Corona ist hier kein Thema. Aber alles brav mit Maske.

Auf der Höhe des Nivea-Eckladens, links Richtung Luxushotel Vier Jahreszeiten, auf dem Neuen Jungfernstieg, wieder recht laute Klänge, mit starkem Bass angereichert. Vielleicht 30 selbsternannte Antifaschisten, allesamt schwarz bis auf den Scheitel gekleidet, die sich hinter Transparenten mit Sprüchen wie „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ bemerkbar machen wollen. Unsereins mag sich nicht so recht erschließen, was denn der Corona-Virus mit Faschismus zu tun haben soll, also rein medizinisch gesehen. 

Das Häufchen schwarzer Elend alias die Antifa-Idioten auf dem Neuen Jungfernstieg, kurz vorm Luxushotel. Vier Jahreszeiten, Links zwei der drei „parlamentarischer Beobachter der Bündnis 90/Grünen“, parlamentarischer Arm der gewaltaffinen Antifa.
Das Häufchen schwarzer Elend alias die Antifa-Idioten auf dem Neuen Jungfernstieg, kurz vorm Luxushotel. Vier Jahreszeiten, Links zwei der drei „parlamentarischer Beobachter der Bündnis 90/Grünen“, parlamentarischer Arm der gewaltaffinen Antifa.

Auch drei mit grünen Warnwesten und dem Aufzug „Parlamentarischer Beobachter, Bündnis 90/Die Grünen“ gekleidete Männer, die unweit dieses Häufchen schwarzen Elends stehen, können mir nicht weiterhelfen. Vielmehr ist gar nicht ersichtlich, ob diese drei Grünen vielleicht selbst Teil dieser Antifanten-Gruppe sind, zumal sie bei direkter, persönlicher Befragung umgehend an die jungen Damen und Männer in schwarz verweisen, gleichzeitig aber signalisieren, es wäre doch offensichtlich, warum hier von „Faschismus“ gesprochen würde, denn „die AfD“ und andere „rechte Parteien“ würden doch auch die Querdenker unterstützen.

Wir merken: der Bildungsnotstand ist zumindest bei den Grünen und Schwarzen allgegenwärtig. Die Schriften von Ernst Nolte beispielsweise über den wahren Faschismus sind an diesen Personen spurlos vorübergegangen. Perlen vor die Säue, könnte man hier ausrufen.

Der Weg geht nun weiter in den alten Jungfernstieg rein, linker Hand das Alstercafé, gut besucht, auch vor dem Mac-Haus sind nicht wenige Konsumenten zu sehen. Nur die Straße ist gesperrt, kein Auto- und Busverkehr. 

Blick jenseits des weißen LKW‘s vom hinteren Teil der Demonstration auf die Bühne auf dem Jungfernstieg. Es ist gegen 15:15 Uhr, noch ist es nicht so voll.
Blick jenseits des weißen LKW‘s vom hinteren Teil der Demonstration auf die Bühne auf dem Jungfernstieg. Es ist gegen 15:15 Uhr, noch ist es nicht so voll.

Quer über die Straße gestellt ein weißer LKW, so auf der Höhe Große Bleichen, der wohl das Ende des Querdenker-40-Demonstrationsbereiches markieren soll. Im Gegensatz zur Querdenker-Demonstration die Woche zuvor in Hannover, bei der sich die über 1.000 Demonstranten spazierend durch die Stadt des Welfensitzes ihren Corona-Unmut Raum verschaffen wollten, die dann spät abends in den Knüppeln der aufgehetzten niedersächsischen Polizei blutig enden sollte, soll also nach dem Willen der Querdenker-40-Organisatoren in Hamburg nur stehend demonstriert werden. Das kann auch aus versammlungsrechtlichen Gründen so gewollt sein, denn sonst, so hörte ich, könne ein Querdenker- Marsch durch Hamburg gar nicht stattfinden. Der SPD-Innensenator läßt grüßen.

Hinter dem weißen LKW sind nun endlich die ersten Hamburger Querdenker zu erkennen, links und rechts am Fahrrand durch ein rot-weißes Baustellenabgrenzungsband eingegrenzt, denn Ordnung muß nun mal sein. Nicht daß da noch eigentliche Alsterhaus-Konsumenten versehentlich zu Corona-Demonstranten mutieren und von dem Freiheitsvirus der Querdenker infiziert werden. Gott bewahre. 

Jedenfalls verdichten sich nun die Reihen, die ähnlich aufgeweckten, freudigen Gesichter sind wie damals im August in Berlin zu erkennen, auch deswegen, weil das Maskentragen hier logischerweise als nicht zielführend erachtet wird. Von der großen Querdenker-40-Bühne herunter, die auf der Höhe des Neuen Walls aufgebaut wurde, wird gut verständlich gesprochen, verstärkt durch massive Lautsprecheranlagen. Bei der Teilnehmeranzahl von vielleicht knapp 700 - 800 Menschen sicherlich ein wenig überdimensioniert. Man/frau von den Hamburger Querdenkern hatte wohl mehr Zuspruch erwartet. 

Vor einigen Wochen, an selbiger Stelle, waren es tatsächlich in Hamburg schon mal mehr gewesen, so um die 2 bis 3.000, wie mir von anwesenden Teilnehmern berichtet wurde. Aber eigentlich ist der begrenzte Zuspruch heute keine große Überraschung. Nach dem medialen schwarz-weiß-roten Fiasko und dem darauf folgenden Trommelfeuer auf die weißen Querdenker-Träumer wäre alles andere eine wahre Sensation gewesen. Der Hamburger geht nun mal anständig, wie er ist, nach dem Mehrheitsstrom. 

Hamburger Querdenker am 19.09.2020 auf der Freiheits-Demonstration auf dem Jungfernstieg.
Hamburger Querdenker am 19.09.2020 auf der Freiheits-Demonstration auf dem Jungfernstieg.

Das anwesende Querdenker-Publikum sieht aus wie üblich: zumeist ab einem Alter von 40 Jahre aufwärts, gebildet, akademisch, deutsch, also weißhäutig, viele, sehr viele Frauen, wahrscheinlich auch viele Mütter, etliche betagte, auch wohlbeleibte Männer, auch aus dem Umlande. Aber auch die schlanken Hippies, Weltverbesserer und Esoteriker, Männer wie Frauen, sind zugegen, die sich teilweise mit bunten Tüchern auf dem Jungfernstieg ihren eigenen Corona-Einmeterfünfzig-Abstand-Sitzplatzbereich geschaffen haben. Deutsche Ordnung muß sein, auch in Hamburg. 

Auf der Bühne unterschiedliche Redner. Ein Linker aus Hessen verkündet öffentlich seinen Austritt aus seiner Partei Die Linke. Sein Austrittsschreiben wird mittels Briefumschlag in den Briefkasten am Eingang zur U-Bahn-Station durch unsere Wenigkeit im Querdenker-Livestream auf die Reise geschickt. 

David Claudio Siber, aus Flensburg.
David Claudio Siber, aus Flensburg.

Ein grüner Politiker aus Flensburg, David Claudio Siber, der in Berlin einen vielbeachteten Auftritt auf der Querdenker-711-Bühne hatte, auch deswegen, weil er danach von den Funktionären seiner Partei in Schleswig-Holstein ausgeschlossen wurde, spricht einige Worte. Vielleicht wird er in Flensburg die deutsch-dänischen Querdenker mobilisieren können. 

Eine Ärztin mit Kopftuch, also offenkundig eine Muslima, schreit mit voller Leidenschaft ihre kritische Corona-Meinung unters Querdenker-Volk, teilweise ganz amüsant. Da spürt man das orientalische Temperament, für norddeutsche Seelen eher ungewohnt, wenngleich im Hamburger Alltag zunehmend sichtbar. 

Denn diese ethnische Bevölkerungstransformation findet offenkundig statt. Die andere, die als gesundheitlich getarnte, tatsächlich als zivilisatorische Steuerungstransformation über die Corona-Täuschung ablaufende, ist für das allgemeine Bild- und Tagesschau-Publikum noch nicht so ersichtlich. Für die anwesenden Corona-Querdenker jedoch alle Male, wie das die muslimische Ärztin eindrucksvoll unter Beweis stellt. 

Sie verkündet, „Corona“ sei nur der Deckmantel für eine weltumspannende geplante Währungsreform, natürlich zum Schaden der Völker. Überhaupt sei eine kleine, reiche Clique „da oben“ am Werke und wolle sich auf Kosten der Menschheit noch reicher und mächtiger machen. Dagegen müsse mit aller Macht angegangen werden. Gehört wurde sie. Ob erhört, wer will das wissen.

Dr. Heiko Schöning, Arzt und führender Kopf der Ärzte für Aufklärung (www.ärzte-für-Aufklärung.de), informiert die Zuhörerschaft über den aktuellen Stand des staatlich organisierten Volksbetrugs durch die Corona-Angst.
Dr. Heiko Schöning, Arzt und führender Kopf der Ärzte für Aufklärung (www.ärzte-für-Aufklärung.de), informiert die Zuhörerschaft über den aktuellen Stand des staatlich organisierten Volksbetrugs durch die Corona-Angst.

Ein anderer Arzt aus Hamburg, Dr. Heiko Schöning, von den „Ärzten für Aufklärung“ (www.ärzte-für-Aufklärung.de), spricht da weitaus ruhiger, wenn auch ebenso bestimmt ins Mikrofon. Er berichtet über die aktuellen Entwicklungen auf dem medizinisch-wissenschaftlichen, vor allem aber auch politisch-gesetzgeberischen Gebiet zum Thema Corona. Dunkle Wolken ziehen auf, sagt er, die Bilder und aktuellen Ereignisse aus Australien seien alarmierend. Eine neue, restriktivere Gesellschaftsform solle dort, downunder, getestet werden, damit sie später über die gesamte Welt ausgebreitet werden kann. 

Fakten über eine „echte Pandemie“ und einer „Fake-Pandemie“. Zusammengestellt von Ärzte-für-Aufklärung.de.
Fakten über eine „echte Pandemie“ und einer „Fake-Pandemie“. Zusammengestellt von Ärzte-für-Aufklärung.de.

Aktuell, so Dr. Schöning, sei der Corona-Widerstandsgeist gesamtheitlich gesehen noch in der Minderheitenposition. Aber es sei klar und offensichtlich, daß der freie, mündige Bürger entrechtet werden solle, über das Vehikel der angeblichen Corona-Pandemie, die aber tatsächlich nur ein „Pandemie-Fake“ sei, wie das auch auf seinem Flugblatt/Flyer niedergeschrieben sei, das millionenfach gedruckt wurde und nun unters Volk verteilt werden kann. Der Mann meint es ernst, wahrscheinlich will er auch mehr. Die Zukunft wird es weisen.

Ein anderer Redner auf der Querdenker-40-Bühne, Ingenieur im Berufsleben, hier aber sehr kreativ in seinem Bemühen, den Corona-Irrsinn durch seinen Auftritt augenscheinlich zu demonstrieren, erläutert die massenpsychologischen Steuerungsinstrumente der Regierenden. So erwähnt er das Standardwerk „Propaganda“ von Edward Bernays und zitiert daraus einige Passagen, wie gerade über die Medien die Menschenmengen in Demokratien gesteuert werden können.

Außerdem erläutert er allgemein verständlich den Mechanismus der Konformität, wie also mit einfachen Mitteln ein erwünschtes gruppendynamisches Verhalten erzeugt werden kann. Der Mann hat seine Hausaufgaben in Massenpsychologie gemacht. 

Unangenehm am Rande des Geschehens sind einige unverbesserliche junge „Antifaschisten“, die der Meinung sind, kritisches, querdenkerisches Sein müsse mit aller Macht, auf jeden Fall mit Trillerpfeifenmacht behindert werden. Anfänglich gelingt ihnen das auch, obgleich sie nicht mehr als eine Handvoll sind, zwei Weiblein, drei bis vier Männlein. Der Geist der fanatischen Dummheit kann nun mal recht mächtig sein, selbst wenn er in kleiner Anzahl erscheint, das gilt es anzuerkennen. 

Die Polizei aus Schleswig-Holstein läßt den unmittelbaren Bereich der Querdenker-40-Bühne von Antifanten Sübern.
Die Polizei aus Schleswig-Holstein läßt den unmittelbaren Bereich der Querdenker-40-Bühne von Antifanten Sübern.

Eine persönliche Rücksprache mit der gleich nebenan stehenden Polizei aus Schleswig-Holstein und der Bitte, diese bewußten Störer doch von der Demonstration zu entfernen, ergibt den erstaunlichen Hinweis, man, also die Polizei, würde ja gerne dieses umsetzen wollen, nur wäre das nicht möglich, solange der Veranstalter selber das nicht anfordern würde. Dieser habe bisher die Anweisung gegeben, ein jeder, ganz egal welcher Couleur, dürfe an der Hamburger Querdenker-40-Demonstration teilnehmen, denn die Querdenker-Toleranz sei nicht ausgrenzend. Gut gemeint. In der Praxis: nicht optimal gemacht.

Glücklicherweise können wir mit einem Mitglied des Querdenker-40-Orgateams sprechen und ihn auf die Unhaltbarkeit dieses unerträglichen Demonstrationszustandes hinweisen. Nach seiner Rücksprache mit der Leiterin der Demonstration, Selina Fullert, wird diese dann auch glücklicherweise aktiv. Nach 15 Minuten ist der Trillerpfeifenspuk beendet. Die Ohren und Nerven der interessierten Zuhörer sagen Dank.

So gegen 18 Uhr, es wird weiter munter parliert auf der Querdenker-40-Bühne, begebe ich mich wieder auf den Rückweg, denn zuhause wartet ja auch noch Frau und Familie. Das Leben ist zum Glück nicht nur Corona.

Auf dem Weg zur U-Bahn decke ich mich noch am Querdenker-40-Stand, von einer reizenden jungen Dame freundlich bedient, mit weißen Querdenker-40-Hemden ein, von S bis XXL. Zum besseren Transport erhalte ich noch praktischerweise eine ebenso weiß gestaltete, kordelbestückte Baumwolltragetasche, in der ich die Querdenker-Hemden nebst Infomaterial gut verstauen kann. Das Querdenker-Merchandising läuft zumindest in Hamburg schon recht gut an.

Kurz vor dem U-Bahn-Einstieg, Station Jungfernstieg, komme ich noch mit drei führenden Querdenker-Damen aus Seevetal kurz ins Gespräch. Vor allem eine recht resolute Psychotherapeutin findet mein Interesse. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern der Querdenker-40-Demonstration lassen aber diese drei deutschen Damen die beschwingende Lockerheit und Fröhlichkeit leider vermissen, die ich zum Beispiel anfänglich auf dieser Demo von einer Französin-Russin und einer Serbin erfahren konnte, ebenso wie zwei aufgeklärten Heilpraktikerinnen, wobei beide mit ostdeutschem, also ostpreußischen und schlesischem „Migrationshintergrund“. Jedem das Seine, die Menschen sind unterschiedlich.

Hamburger Hochbahn, Betreiber der U- & S-Bahn, mit Maskenpflicht.
Hamburger Hochbahn, Betreiber der U- & S-Bahn, mit Maskenpflicht.

Final in der U-Bahn, U1 Richtung Alsterdorf, noch folgende bezeichnende Begebenheit. Aus Unachtsamtkeit hatte ich vergessen, das Ansteckzeichen mit dem Motto „Impfzwang – Nein Danke“ abzunehmen, so daß ich, da bereits ohne Maske in der U-Bahn sitzend, da wegen einer Atemwegserkrankung von der Maskentragepflicht befreit, in mehrfacher Sicht als „Corona-Leugner“, „Verschwörungstheorektiker“ und „Nazi“ für das gewöhnliche U-Bahn-Publikum gut erkennbar war, zumal ja auch noch mit dem weißen Querdenker-40-Tragebeutel bestückt. 

Jedenfalls saß ich brav und artig, ganz vorne in der U-Bahn hinter der Zugfahrerkabine, auf einem umgeklappten U-Bahn-Sitz. Schräg mir gegenüber ein männlicher Deutscher stehend, um die Anfang 30, mich ununterbrochen mit starrem Blick fixierend. Mir ist klar: dieser Mann ist auf Corona-Krawall gebürstet. Denn er hat die Corona-Desinformation des Hamburger Abendblatts, der Tagesschau und auch der Bild-Zeitung intravenös eingenommen. Er ist ein Corona-Gläubiger durch und durch – und wartet auf die erstbeste Gelegenheit, mich maßzuregeln. 

Durch bewußte Beschäftigung mit meinem iPhone versuche ich, die von ihm herbeigewünschte Konfrontation zu vermeiden, was einige Stationen lang auch gelingt. Als mich dann aber ein älterer, übergewichtiger Mann mit Stoffmaske, gerade eingestiegen, von oben herab anspricht, ich hätte ja wohl vergessen, meine Maske aufzusetzen, ich dann ganz unschuldig blickend dies verneine, springt plötzlich, wie von der Tarantel gestochen, der mit dem starren Irrenblick mich fixierende Deutsche fast auf mich drauf, zieht an meinem Impfzwang-Ansteckzeichen und freut sich diebisch, dem älteren Herrn zeigen zu können, lauthals, ich sei ein böser Mensch, denn wie man an diesem Ansteckzeichen erkenne könne, sei ich ein böser „Corona-Leugner“ — und überhaupt ein zu tadelnder Rechtsbrecher.

Black lives smart mit Maske. Schematisch.
Black lives smart mit Maske. Schematisch.

Doch jetzt, ebenso plötzlich, obgleich ich ihn schon von Anfang an als aufgeweckten Zeitgenossen erblickt hatte, denn er sprach recht erfrischend an seinem Mobiltelefon mit einer Person am anderen Ende seiner Funkverbindung, springt mir ein junger Schwarzer, vielleicht so um die 20, wortgewaltig zur Hilfe, zwar auch mit Maske versehen, aber ganz und gar nicht stumpfsinnig wie der mich an meinem Hemd befummelnde Mit-30er-Dumpfbackendeutscher. 

So teilt er diesem unmißverständlich mit, er solle sich schämen, sich dermaßen asozial zu benehmen. Er solle mich einfach in Ruhe lassen. Zudem sei es nicht hinzunehmen, daß er mich körperlich angehen würde. Da ist die deutsche Intelligenzhohlheit perplex. Denn auf diese Replike des mutigen und freiheitsliebenden Schwarzdeutschen ist der verdutzte Weißdeutsche nicht gefaßt, stellt dann auch umgehend seine Belästigung mir gegenüber ein und kriecht in seine Ecke zurück, wie ein begossener weißer Pudel. 

Denn von einem Schwarzdeutschen angemacht zu werden, die heutzutage per gesellschaftlicher Definition wegen der BLM- und Antirassismus-Debatte zu den Guten zählen, obgleich er doch selbst, so der weiße glaubend, auch zu den Guten zählen würde, da ja ein Bekämpfer der „Corona-Leugner“, das kann der arme Mann, intellektuell behindert wie er ist, so schnell nicht verarbeiten. Tilt, Game Over – da ist er mundtot. 

Danke diesem beherzten, jungen afrikanischstämmigen Mann, der mal wieder gezeigt hat, daß wahre Zivilcourage keine Rassen, keine Hautfarbe kennt, sondern sich dadurch auszeichnet, daß sich der einzelne Mensch, so schwach er auch sein mag, mutig und konsequent gegen die vermeintlich mächtigere Mehrheit stellen kann, gerade dann, wenn sich diese mit Unrecht und Dummheit gegen den schwächeren Einzelnen wendet und die schlichtende Hand der Staatsgewalt, also der Polizei, nicht zugegen sein kann. 

Dieser Schwarze hat offensichtlich die Lehren der deutschen Geschichte gelernt, wahrscheinlich auch die der afrikanischen. 

Denkverbote, ob mit Maske oder stilisierter Maske, gab es in Deutschland schon immer. Die Knechtung des deutschen Freiheitsgeistes war nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon und der folgenden Restauration durch Fürst Metternich mittels seiner Karlsbader Beschlüsse bereits 1819 Anlaß für Spott und Hohn, aber eben auch Widerstand und Freiheitsdrang. Die Gedanken sind frei - damals wie heute.
Denkverbote, ob mit Maske oder stilisierter Maske, gab es in Deutschland schon immer. Die Knechtung des deutschen Freiheitsgeistes war nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon und der folgenden Restauration durch Fürst Metternich mittels seiner Karlsbader Beschlüsse bereits 1819 Anlaß für Spott und Hohn, aber eben auch Widerstand und Freiheitsdrang. Die Gedanken sind frei - damals wie heute.
HB, geb. 20.07.1963, am 19.09.2020 in Hamburg am Jungfernstieg.
HB, geb. 20.07.1963, am 19.09.2020 in Hamburg am Jungfernstieg.

Stehe auf, wenn Du Unrecht siehst!
Sage Stop, wenn der Mächtige sich gegen den Ohnmächtigen stellt!
Setze Deine Kraft und Dein Gewissen ein, und das ganz unabhängig davon, wer das Opfer der herrschende Dummheit ist! 

Ob weiß, schwarz, rot oder gelb.
Ob Deutscher oder Ausländer.
Ob von nah oder fern.
Die wahre internationale Solidarität kennt keine Grenzen.
Der Freiheitsdrang mutiger Menschen kennt keine Couleur.
Sie ist in allen Völkern, auf allen Kontinenten der Erde vorhanden.

Es lebe die Freiheit der Freiheitsdenker!
Es lebe der Mut der Tapferen!
Es lebe die Aufrichtigkeit der Klarsichtigen! 

Heil Corona!


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