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Wahlanalyse der Hamburger Wahl aus AfD-Sicht



Zu den Hamburger Bürgerschaftswahlen und dem Ergebnis der Hamburger AfD mit 5,29% erreicht uns die Stellungnahme der AfD-Mitglieder aus Baden-Württemberg, die sich als patriotische Vorkämpfer der AfD unter der losen Vereinigung „Stuttgarter Briefe“ versammelt haben.

Soweit wir das wissen, gehören zu den führenden Köpfen dieser AfD-nahen Vereinigung unter anderem die baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordneten Stefan Räpple, Dr. Christina Baum und Dr. Wolfgang Gedeon.

Einschub 13:31 Uhr, 25.02.2020: Wie wir soeben erfahren, sind weder Stefan Räpple noch Dr. Wolfgang Gedeon verantwortlich für die Stuttgarter Briefe. Lediglich Dr. Christina Baum, MdL AfD-BaWü, darf hier genannt werden. Andere Personen, die möglicherweise hier mitverantwortlich zeichnen, kennen wir nicht. Einschub Ende.

Aufhänger der aktuellen Stellungnahme, die sich mit dem Ergebnis der Hamburger Wahl beschäftigt, die hier (https://stuttgarter-briefe.de/alle-briefe/item/53-der-10-stuttgarter-brief) eingesehen werden kann, ist zum einen das Gezwitschere (Tweet) eines Steve Hallöchen. Dieser Twitter-Knirps hatte aktuelle bzw. ehemalige AfD-Politiker mit Adolf Hitler (NSDAP) bildlich-rhetorisch in Verbindung gebracht.



Der sich als besonders schlau dünkende Steve fragt:
„Fünf von den sechs Rassisten leben noch. Welche?“.

Neben Adolf Hitler werden abgebildet:
- Prof. Dr. Jörg Meuthen
- Björn Höcke
- André Poggenburg (ex-AfD)
- Dr. Alice Weidel
- Dr. Alexander Gauland

Zum anderen beziehen sich die Verfasser der Stuttgarter Briefer auf ein Schreiben des AfD-Bundesvorstands, also verantwortet von Prof. Jörg Meuthen, dem aktuell beurlaubten Professor einer uns nicht bekannten BWL-Fachhochschule in Baden-Württemberg, und Tino Chrupalla, dem Malermeister aus Görlitz in der schlesischen Oberlausitz, dieser Bundesvorsitzender aufs Betreiben der grauen Eminenz der AfD, dem AfD-Ehrenvorsitzenden und langjährigen Chef der hessischen CDU-Staatskanzlei, Herrn Dr. Alexander Gauland.

In diesem Schreiben wird in typischer Meuthenscher Art, die uns stark an die Denk- und Sichtweisen von Prof. Dr. Bernd Lucke erinnert, der bekanntlich zusammen mit Dr. Alexander Gauland und Konrad Adam (ex-FAZ-Redakteur) der Gründungsvater der Alternative für Deutschland (AfD) war, damals noch ehrfürchtig als die „Professoren-Partei“ beschrieben, der, also Lucke, bis zum heutigen Tage unverdrossen der Meinung ist, die AfD könne nur dann politisch reüssieren, wenn sie sich ohne Wenn und Aber gegen Björn Höcke und seinen AfD-Flügel abgrenzt und über jedes auch so hinterlistige „Nazi“-Vorwurf-Stöckchen der etablierten Politiker und ihrer Posaunenbläser in den BRD-Medien springt, um eben öffentlich NICHT als „Nazi“ gebrandmarkt zu werden.

Will sagen: die Denke von Lucke, Meuthen und all diesen ach so klugen Professoren besteht im Kern darin, daß der schlimmste Vorwurf in Deutschland der des „Nazis“ ist - das ist ja offenkundig der Fall -, und deshalb die logische Konsequenz eines führenden AfD-Politikers sein muß, diesen Vorwurf des „Nazis“ zu vermeiden.

Also: Wenn irgendjemand in der Republik „Nazi“ ruft, muß der AfD-Mann in Deckung gehen, dann eine Stellungnahme abgeben, warum er gerade KEIN „Nazi“ ist, und dann ist die Welt wieder in Ordnung. So Lucke, Adam, Meuthen, Weidel, Chrupalla und wahrscheinlich auch Gauland. O sancta simplicitas!

Der einzige der im Gezwitscher von Steve Hallöchen abgebildete AfD-Politiker, der da dezidiert anderer Meinung ist, das ist Björn Höcke aus Thüringen. Dieser verfolgt, wenn wir das aus dem fernen Hamburg richtig einschätzen, folgende Strategie:

„Nazi“? So ein Blödsinn.
Aber wenn Sie meinen, ich sei ein „Nazi“, dann bin ich eben ein „Nazi“.
Und nun?

Wir finden diesen strategischen Denkansatz goldrichtig. Denn: der „Nazi“-Vorwurf ist seit Jahrzehnten vollständig sinnentleert. Hat mit den Geschehnissen im Dritten Reich und den tatsächlichen Taten und Untaten der Nationalsozialisten (=„Nazis“) rein gar nichts zu tun.

Aus eigener persönlicher Erfahrung war schon 2001-2004 der „Nazi“-Vorwurf gegen Ronald Barnabas Schill in Hamburg allgegenwärtig und ebenso unzutreffend wie heute der inhaltliche „Nazi“-Vorwurf gegen die AfD. Wir können es wirklich beurteilen, denn wir dienten ja als Büroleiter und Pressesprecher für die Ronald-Schill-Fraktion im Hamburger Rathaus, wenn auch nur für drei Monate, denn dann entschwand ja Ronald Schill, wie vor der Wahl angekündigt, nach Rio de Janeiro. Der Mann hielt zumindest Wort. Das war noch Hamburger Charakter geboren in der Hamburger Schanze.

Jedenfalls sind wir seit Anbeginn unseres Wirken für die Hamburger und deutschlandweite AfD seit 2013 der Meinung gewesen, daß grundsätzlich der strategische Ansatz von Björn Höcke der richtige ist, um langfristig erfolgreich zu sein, wobei „erfolgreich“ hier so definiert ist, wie dies bei der AfD-Gründung im Sinne eines Martin Renners (AfD-NRW) die AfD-Parolen unterstellten, also das konsequente Beharren auf
- Mut zu Wahrheit
- Mut zur totalen Meinungsfreiheit
- Ja zu Deutschland.

Diese grundsätzliche Geisteshaltung, gepaart mit einem unbändig willensstarken Charakter und einer gestählten Physis, verkörpert unserer Meinung nach in den Führungskadern der AfD - leider - nur eine Person. Dieser Person lebt in Bornhagen, arbeitet im Erfurter Landtag und heißt: Björn Höcke. C‘est comme ça.

Es ist deshalb logisch zwingend, daß wir die Einschätzung der Verfasser der Stuttgarter Briefe zu der Vorgehensweise der Hamburger AfD grundsätzlich teilen, daß die offenkundige knechtische, devote und anbiedernde Geisteshaltung gerade führender Politiker der AfD-Hamburg (Methode Zäpfchen) gegenüber dem germanophoben politmedialen Establishment in Hamburg, also der bunten Hamburger Anti-AfD-Bevölkerungsfront, also im wesentlichen gegenüber dem Spiegel, dem Hamburger Abendblatt, der Hamburger Morgenpost, dem NDR und allen Hamburger Parteien, und die seit Anbeginn der Hamburger AfD im Jahre 2013 gefahrene politisch-strategische Ausrichtung unter Prof. Dr. Jörn Kruse, dem damaligen Hamburger AfD-Statthalter von Prof. Bernd Lucke, sich maximal von Björn Höcke und seinem Flügel abzugrenzen, genau die falsche Strategie ist.

Beweis: Das mediale „Nazi“-Trommelfeuer in Stalin-Orgelscher Manier in den letzten Tagen vor der Hamburger Bürgerschaftswahl gegen die Hamburger AfD, ununterbrochen abgefeuert nach dem Kurden-Massaker in Hanau, in der auch wirklich selbst die letzte harmloseste AfD-Hamburg-Seniorin als Reinkarnation einer BDM-Führerin und die beiden politisch mehr als geschmeidigen AfD-Vortänzer Dirk Nockemann und Dr. Alexander Wolf als wiederauferstandene NS-Zombies à la Robert Ley und Adolf Eichmann betrachtet wurden.

Wenn man nicht um Leib und Leben der Hamburger AfD-Mitglieder hätte fürchten müssen, man hätte den ganzen Tag und die ganze Nacht nur noch laut lachen müssen ob dieser hanebüchenen Geschichtsvergessenheit.

Wir fassen zusammen:

- Ja, die Stuttgarter Briefer haben recht: Mit Angst vor dem Feind kommt die AfD-Hamburg nicht weiter, wenn wie gesagt mit „weiter“ eine wirklich Erneuerung Deutschlands im Sinne eines deutschen Landes gemeint ist.

- Ja, die Stuttgarter Briefe haben recht: Das Führungspersonal der Hamburger AfD ist qualitativ durchaus ausbaufähig und die Personaldecke der Partei mehr als dünn. Soweit wir wissen dümpelt die Hamburger AfD bei einer Mitgliederzahl um die 650 Personen. Da ist schon allein quantitativ die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch, die Crème de la Crème der Hamburger Politik zu finden.

- Nein, die Stuttgarter Briefe haben nicht recht: eine 1:1-Kopie des Thüringer AfD-Weges à la Björn Höcke wird in Hamburg nicht zum Erfolg führen.

Denn das „Klima“ in Hamburg ist nun mal ein ganz anderes, sprich ein weitaus bleihaltigeres, als im schönen Mitteldeutschland.

Hier oben im Norden der Republik kooperieren nun mal die Antifa aus der Roten Flora ganz offen und freimütig mit den Antifa-Sympathisanten aus Zeit, Spiegel, taz, Mopo und NDR, ganz zu schweigen von den linken Mitgliedern in der SPD, bei den Grünen und bei den Linken.

Das Hamburger Staatsversagen bei den G20-Krawallen hat es bewiesen: Die herrschende Klasse in Hamburg will das links-kriminelle Milieu der Roten Flora mit der dort versammelten Hamburger Antifa nicht austrocknen, nein, es freut teilweise klammheimlich über deren Taten und macht hier und da, wo politisch opportun, gemeinsame Sache mit der Antifa.

Das ist Hamburg anno 2020, unter der Führung von Dr. Peter Tschentscher (SPD) und Katharina Fegebank (Grün*Innen):
„Nazis Raus!“
„No passeran!“
„Alerta antifascista!“

Wer als deutscher Patriot in Hamburg offen den Höckeschen Weg einschlagen wollte, der müßte damit rechnen, früh oder später von der Antifa ermordet zu werden - und das eben mit klammheimlicher, also zustimmender Billigung des Hamburger juste milieu. So schaut‘s aus in Hamburch im Februar 2020, nicht anders.

Ihr da unten in Baden-Württemberg könnt Euch gar nicht vorstellen, wie weit der psychopathologische Haß auf alles Deutsche in Hamburg schon fortgeschritten ist. In Hamburg will man alles sein, nur nicht Deutsch.

Deswegen spricht hier auch ein jeder, der sich irgendwie wichtig fühlt, lieber Denglisch, denn British is cool and German is Nazi.

In diesem Sinne: gut gebrüllt, Ihr Badenser und Schwaben. Grundsätzlich ist die charakterliche Haltung à la Björn Höcke für Hamburg schon richtig.

Aber: Die Hamburger AfD muß einen anderen, nennen wir ihn mal den vierten Weg gehen, denn der dritte Weg, der eigentlich hier logisch folgerichtig wäre, ist ja für die Antifanten-Presse mit der rechtsradikalen Gruppierung „Der Dritte Weg“ verbunden.

Das wäre jetzt eine unglückliche Steilvorlage für irgendeinen halbstarken „Nazi“-Bekämpfer-Schreiberling bei der Zeit, beim Spiegel oder der Mopo, der dies dann auch gleich in den deutschfeindlichen NDR-Sendungen wie Panorama, Extra3 oder den Tagesthemen gespiegelt sehen würde.

Hamburg ist Hamburg, ein für jeden deutschen Patrioten extrem schwieriges Pflaster, bei dem jedes offene Wort auf die Goldwaage gelegt werden muß, und man sich immer wieder als AfD-Politiker die Frage stellen muß, inwieweit das Gesagte oder Geschriebene von den AfD-feindlichen Medien gegen die AfD verwendet werden kann.

Die AfD in Hamburg ist Diaspora, ist ein Nischendasein, das zwar subkutane Zustimmung auch in vermögenden Hamburger Kreisen genießt, selbst in HH-Eppendorf, man glaubt es kaum.

Aber jeder Hamburger Bürger muß sich wirklich fünf Mal überlegen, ob er es für sich, seine Familie, seine berufliche Karriere, überhaupt für sein soziales Dasein erlauben kann, öffentlich für die AfD in Erscheinung zu treten.

Und weil das so ist, kann der patriotische Weg in Hamburg nur der im Sinne des gallischen Dorfes von Asterix und Obelix sein. Die ganze Stadt ist in den Händen deutschfeindlicher Mächte, belagert durch antideutsche Truppen, und nur ganz wenige Restdeutsche, die die deutsche Fahne neben der Hamburger Fahne noch hochhalten, halten die Stellung, geschlossen wie ein Mann, und hoffen darauf, daß eines Tages die Befreiung durch deutsche Truppen aus dem Osten oder dem Süden stattfinden wird.

Daß die Hamburger AfD ihren Asterix und Obelix noch nicht gefunden hat, das wollen wir abschließend den Verfassern der Stuttgarter Briefe konzidieren.

Doch als evangelisch-lutherischer Mensch, geprägt durch preußisch-argumentativ harte Erziehung, glauben wir an das Wunder von Erfurt auch in Hamburg.

Deswegen haben wir in unserem Garten schon vor Jahren ein Apfelbäumchen gepflanzt. Und siehe da: die Welt ist immer noch nicht untergegangen. Wir leben immer noch, lebendiger denn je.

5,3% für die AfD in Hamburg. Ja, das ist sehr sehr wenig. Aber immer noch besser als 4,9% bei der FDP, die nun wirklich von allen Seiten in Hamburg gehampelt und gehätschelt wurde mit ihrer Domina-Anführerin Anna vT.

Wenn der politische Wind in Deutschland drehen wird, dann wird er auch in Hamburg drehen. Dann werden auch wieder 19,4% wie damals 2001 unter Ronald Schill möglich sein, wenn die versammelte Hamburger Presse nicht gegen die AfD, sondern für die AfD schreiben wird, zuvorderst natürlich die Bild-Zeitung und RTL. Bis dahin heißt es: Stellung halten.

Noch ist Hamburg als deutsche Stadt nicht verloren. Bismarck soll demnächst wieder aufgehübscht werden und wird seine Stahlkraft auf die Freie und Hansestadt Hamburg nicht verfehlen.

Und siehe: Wenn deutsche Frauen wie Olga Petersen (@olga.petersen.afd) Mutter von vier deutschen Kindern, ein Mandat in der Hamburger Bürgerschaft erringen können, sie gekommen aus den Tiefen der Taiga, um gemeinsam mit ihren Freunden aus der deutschfreundlichen Gemeinschaft der Rußlanddeutschen den Antifa-Verbrechern der Roten Flora und ihren Helfeshelfern in den Hamburger Schreibstunden die Stirn zu bieten, dann sind wird doch schon ein kleines Stück weiter.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Zum Mitschreiben: Noch ist Hamburg nicht verloren.
Tags: Bürgerschaft, Höcke, afd, hamburg, hitler, nazi, spd, wahl
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