hartwigbenzler

Nichts Neues im AfD-Westen

Höckes Rentenkonzept, das die gesetzliche Rentenversicherung stärken will, steht dem neoliberalen Rentenkonzept von Meuthen diametral entgegen. Im Westen wie im Osten ist nur das Höcke'sche Rentenkonzept mehrheitsfähig.
Höckes Rentenkonzept, das die gesetzliche Rentenversicherung stärken will, steht dem neoliberalen Rentenkonzept von Meuthen diametral entgegen. Im Westen wie im Osten ist nur das Höcke'sche Rentenkonzept mehrheitsfähig.

Björn #Höcke und Stefan #Möller, die Doppelspitze der #AfD-#Thüringen, weisen im MDR zurecht den Vorhalt von Noch-AfD-Bundes-Ko-Sprecher Jörg #Meuthen zurück, der sozialpatriotische Ansatz gerade auch in der Rentenpolitik würde im Westen die potentiellen AfD-Wähler so sehr erschrecken, weshalb sie deswegen nicht (!) die AfD wählen würden.

Nichts könnte falscher als das sein. Ein Beispiel aus unserer Versicherungsberaterpraxis, vor genau 24 Stunden geschehen.

Mit einer Kollegin aus dem Innendienst, die im tiefsten #Ruhrgebiet lebt, einen Hauptschulabschluß hat, aber damit bei unserem Versicherungskonzern eine erfolgreiche Sachbearbeiterlaufbahn hinlegen konnte, so daß sie mit ihrem Mann, einem ausgebildeten #Sozialarbeiter und Erzieher und jetzt Leiter einer Jugendeinrichtung zwei Kinder groß ziehen konnte, sprach ich über versicherungsinterne Dinge, und plötzlich, Überraschung, kamen wir auch auf Politik zu sprechen.

Unsereins fragte sie, wie das denn so sei im Ruhrgebiet, wir hätten schon vieles gehört, auch viel schlechtes, erwähnten noch, daß wir mütterlicherseits aus Bottrop abstammen würden, also ebenso tiefster Ruhrpott, und dann waren wir bei der AfD. Das war jetzt der Kasus Knacktus.

Diese AfD, sagte die äußerst nette, resolute und bodenständige deutsche Dame, das sei doch nun wirklich das Allerletzte. Denn, und jetzt kommt es: Die würden ja die Renten privatisieren wollen, die wollten ja sogar die Sozialversicherung abschaffen und alles privatisieren wollen - oder wie Jörg Meuthen sagen würde, ordoliberal die #Altersvorsorge dem freien Spiel der freien Kapitalmärkte geben.

Wir hörten uns das alles an, fragten dann freundlich die nette Dame, ob sie denn schon davon gehört habe, daß es in der AfD gerade beim Thema Sozialpolitik zwei (2) Strömungen gäbe. Die eine, die marktliberale, das wäre die, von der sie gerade gesprochen habe. Dafür stünden eben Meuthen, Weidel, die AfD im NRW-Landtag, also kurz der AfD-Westen. 

Auf der anderen Seite aber stünden die "Bösen" aus dem tiefen Osten, die "#Sozialisten" um Höcke. Die wollten etwas ganz anderes, nämlich die wollten die gesetzliche Rentenversicherung zum Beispiel stärken, also mehr Staat, weniger Markt, zumindest bei der Sozialversicherung. Und das fände der Westen, also der Meuthen, gar nicht so lustig.

Warum aber würde man in den Medien auf den Höcke so einschlagen? Ja, dieser böse böse Mann aus dem tiefen dunklen Osten, der habe mit seinen Thüringer Mannen und Frauen doch glatt gefordert, daß es bei der gesetzlichen Rente noch einen "#Deutschen-Zuschlag" geben müßte, also eine Zusatzrente NUR für Deutsche. Das, so die BRD-Medien, das wäre doch schon reinster Nationalsozialismus, da stünde man schon kurz vor den Krematorien von Auschwitz-Birkenau. 

Huch!, oh Schreck!, sprach die gute deutsche Holde, das könne sie nun gar nicht verstehen. Was hätte denn die Rente nun mit den Krematorien von Auschwitz zu tun? Solle das jetzt ein #April-Scherz sein? 

Eigentlich sei sie ja gar nicht so politisch, und soooo detailliert habe sie sich ja gar nicht mit der AfD, geschweige denn ihrer Sozialpolitik beschäftigt. Jedenfalls: für sie sei klar. Solange die AfD fordern würde - das stünde doch auch im Parteiprogramm der AfD, das sie zwar nicht gelesen habe, aber sie habe es im #WDR gehört -, die Sozialversicherung zu privatisieren, müsse die AfD mit allen Mitteln bekämpft werden.

Also: wir fragen mal ganz dumm in die Runde? Wer von den beiden, Meuthen oder Höcke, ist nun für die miserablen Umfragewerte im Westen verantwortlich? Wir haben da so eine Ahnung.

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