Querdenker-40-Demo in Hamburg, 19.09.2020 – Ein Erlebnisbericht

Querdenker-40-Freiheits-Demonstration am Sonnabend, den 19.09.2020 am Jungfernstieg in Hamburg. Siehe auch https://Querdenken-40.de.
Querdenker-40-Freiheits-Demonstration am Sonnabend, den 19.09.2020 am Jungfernstieg in Hamburg. Siehe auch https://Querdenken-40.de.

Geistiger Corona-Mehltau liegt über dem deutschen Lande, seit Monaten. Die Maske als allseits sichtbares Zeichen der Staatsbürgertreue und beflissenen Befolgung der ersten Bürgerpflicht, sich an Gesetz und Ordnung zu halten, hat sich über die Gesichter der Menschen in der „BRD“ gelegt. Es scheint, als habe das Corona-Virus auch das Denken der Menschen maßgeblich eingeschränkt. 

Wie anders ist es zu erklären, daß obwohl seit Monaten die Zahlen der schweren Erkrankungen, geschweige denn die der der Todesfälle durch COVID-19 in den Keller rauschen und sich proportional, also im einzig sinnvollen Maßstab des Verhältnisses, woraus sich ja zwingend die Verhältnismäßigkeit ableiten läßt, sich im Promille-Bereich, wenn nicht noch niedriger bewegen, aber ein Großteil der Bevölkerung weiter mehrheitlich, über 70% in unseren Lande, den wieder zunehmenden Drangsalierungen des Alltags durch die politmediale Klasse einschließlich einhergehender gesetzlicher Verschärfungen zustimmen, einige sogar, um die 20%, sogar noch für schärfere Maßnahmen plädieren. Denn, so sagt man, die ominöse „Zweite Welle“ stünde doch bald bevor – der Herbst, der Herbst, er bringe bald wieder den Corona-Tod übers Lande.

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi + Prof. Dr. Karina Reiß, Corona Fehlalarm?, Zahlen, Daten und Hintergründe. Platz 1 der Spiegel-Beststeller seit Wochen.
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi + Prof. Dr. Karina Reiß, Corona Fehlalarm?, Zahlen, Daten und Hintergründe. Platz 1 der Spiegel-Beststeller seit Wochen.

Doch, es gleicht fast einem Wunder, regt sich langsam Widerstand in Deutschland, wagen sich die ersten Quer-, Anders- und Freiheitsdenker auf die Straße, erheben ihre Stimme des Bürger-Protestes. Eine Gegenmeinung, die mehrheitlich wissenschaftlich fundiert und qualifiziert ist. Namen wie Prof. Bhakdi, Dr. Wodarg und Prof. Homburg machen die Runde. Selbst bisher sich im Hauptstrom der Corona-Angst-Bewegung sich befindende Wissenschaftlicher wie Prof. Streeck oder Prof. Zastrow verkünden abweichende, also beschwichtigende Einschätzungen zur Bedrohungslage der Bevölkerung. Obgleich diese Stimmen aktuell noch gesamtheitlich gesehen eine Mindermeinung darstellen, werden sie vor allem im noch freien Weltnetz/Internet zunehmend hörbar.

Dieser Corona-Widerstand entstammt anfänglich und mehrheitlich dem Südwesten des deutschen Landes. Stuttgart, Heidelberg, Ulm sind die Geburtsstädten der lautstarken Corona-Gegenmeinung. Die Brutstätten der Querdenker-Bewegung, die bereits für deutsche Verhältnisse beachtliches geleistet haben, liegen im Allemanischen. Wie sich deutsche Geschichte doch immer wieder gleicht. Erstaunlich.  

Zehntausende Baden-Württemberger auf dem Cannstatter Wasen, vereint gegen den Corona-Wahn, von politisch links bis rechts, ob libertär, anarchistisch, freiheitlich, esoterisch, patriotisch oder rebellisch, egal. Woche für Woche, angereichert durch Menschen aus der deutschen Schweiz, die gerade medial, in den sozialen Netzen, der deutschen Widerstandsbewegung den gesellschaftlich wirkungsmächtigen Dreh geben. Alle Achtung.

Freiheits- und Anti-Corona-Demonstration am 1.8.2020 in Berlin, mitten im Demonstrationszug Unter den Linden, am Anfang des fried- und lustvollen Marsches durch Berlin.
Freiheits- und Anti-Corona-Demonstration am 1.8.2020 in Berlin, mitten im Demonstrationszug Unter den Linden, am Anfang des fried- und lustvollen Marsches durch Berlin.

Der landesweite gesellschaftliche Durchbruch auf nationaler Ebene dieses Widerstandsgeistes war dann zweifelsohne die Freiheits-Großdemonstration am 1. August 2020 in Berlin, auf der Straße des 17. Juni, Symboldatum des Widerstandes deutscher Menschen in der frisch gegründeten „DDR“, am 17. Juni 1953, der sowjetischen Besatzungszone SBZ, als die kommunistischen Machthaber in Mitteldeutschland diese deutsche Revolution nur mit Panzer- und Gewehrgewalt niederringen konnten. Der an vielen Orten aufgekommene Geist der Freiheit konnte so zurück in die sozialistische Flasche zurückgedrängt werden. Die Befreiung kam erst 36 Jahre später, am 9. November 1989. 

Doch heuer, 2020, eben an diesem 01.08.2020, zwischen Brandenburger Tor und der Siegessäule, standen, saßen und sangen glücksbeseelte, friedliche, freiheitsliebende Deutsche, die zuvor im friedlichsten Demonstrationszug aller Zeiten (O-Ton Berliner Polizisten vor Ort) durch Berlin-Mitte über mehrere Stunden spazieren gegangen waren, mit unzähligen bunten Transparenten und Schildern, voller Kreativität und Freiheitsliebe entstanden, daß es wahrlich eine Ehre war, Teil dieser Veranstaltung gewesen zu sein.

Die darauf folgende Querdenker-Großdemonstration in Berlin am 29.08., die von der Teilnehmerzahl eine Steigerung um den Faktor zwei bis drei, wenn nicht noch mehr darstellte, war aber eine weitaus politischere Zusammenkunft. Dies wurde allein schon durch die Anwesenheit von Übersee von Robert F. Kennedy jr. ersichtlich, der in seiner Ansprache wie sein Onkel JFK die weltberühmte Losung „Ich bin ein Berliner“ wiederholte. 

Diese Millionennahe starke Teilnehmerzahl hätte am Folgetage die Gazetten des Landes ausfüllen müssen, aber, im Grunde keine Überraschung, es kam ganz anders. Denn der Corona-Unterdrückungsstaat namens Merkel-Regierung hatte dem Querdenker-Widerstand den zersetzenden Verfassungsschutz ins Pelz gesetzt, und dieser konnte mit seiner verdeckt angelegten, aber dann ganz bewußt öffentlichkeitswirksam ablaufenden Operation „Sturm auf den Reichstag“ - tatsächlich der Treppenwitz des Jahres – die mediale Aufmerksamkeitswelle von der Querdenker-Großdemonstration weglenken. Shit happens.

Michael Ballweg (Querdenken-711) im Interview mit der ARD am 4.9.2020. Er muß sich für angebliches Mißverhalten bei der 2. Großdemonstration in Berlin verantworten, auf der am Ende des ersten Tages einige Hundert fremdgesteuerte Personen auf die Stufen des Reichstages wegen eines Selfies hochrannten, Die Mainstreammedien machten darauf einen „Sturm auf den Reichstag“, tatsächlich der Treppenwitz des Jahres.
Michael Ballweg (Querdenken-711) im Interview mit der ARD am 4.9.2020. Er muß sich für angebliches Mißverhalten bei der 2. Großdemonstration in Berlin verantworten, auf der am Ende des ersten Tages einige Hundert fremdgesteuerte Personen auf die Stufen des Reichstages wegen eines Selfies hochrannten, Die Mainstreammedien machten darauf einen „Sturm auf den Reichstag“, tatsächlich der Treppenwitz des Jahres.

Der führende Kopf der Querdenker-Bewegung, Michael Ballweg aus Stuttgart, der sich schon getragen durch die Hunderttausenden auf dem Stuhl des Oberbürgermeister seiner Stadt sitzen sah, ja vielleicht noch auf ganz anderen, höherwertigeren Stühlen der Republik, mußte erkennen, daß die Querdenker-Bäume nicht in den Himmel wachsen und Realpolitik nicht nur ein hartes, sondern ein ganz schmutziges Geschäft ist. 

Tarnen, täuschen, verdrehen, verleumden – das sind die Mittel der Restauration, das sind die politmedialen Werkzeuge der Zersetzung der Herrschenden, mit denen sie aufmüpfige Bürger mit derem Freiheitsstreben in die Schranken weisen können. 

Das Herz und die Liebe kann zwar die Menschen in Wallung und dann auf die Straßen bringen. Die Querdenker haben es gezeigt. Aber der politische Verstand und die gleichermaßen politmediale Lebenserfahrung müssen in solch eine organische Volksbewegung mit einfließen, damit aus dem ungeordneten, ungestümen und wilden Ungehorsam eine politisch wirksame Kraft entstehen kann. TelAviv, sagt da der Franzose.

Werbeplakat für die Querdenker-40-Demonstration am Sonnabend, den 19.09.2020, auf dem Jungfernstieg in Hamburg.
Werbeplakat für die Querdenker-40-Demonstration am Sonnabend, den 19.09.2020, auf dem Jungfernstieg in Hamburg.

So gesehen war es für mich mehr als spannend und interessant zu sehen, der ich an den beiden Berliner Großdemonstrationen teilgenommen hatte, wie drei Wochen später, am Sonnabend, dem 19.09., dieses Mal in Hamburg, der zweitgrößten Stadt der „BRD“, der Corona-Widerstand dieses Schock-Erlebnis von Berlin zumindest im Norden verkraftet hatte. Wieviele Menschen würden dem Aufruf der Querdenker-40 folgen? Was würde die Staatsmacht, also die Polizei machen? Würde es womöglich einen „Sturm auf das Rathaus“ geben?

Die Erwartungshaltung war bescheiden, zumal die staatlich inszenierten Diffamierungs- und Verleumdungskampagnen gegen die Querdenker auf allen Kanälen der Republik auf Hochtouren liefen. Seit der Berliner-Reichstagsinszenierung wurde der weißen Querdenker-Farbe die politische Farbe Schwarz und Rot als Zeichen des Bösen und des angeblich geschichtlichen Ungeistes beigemischt. Michael Ballweg mußte sich bereits mehrmals öffentlich von dieser altdeutschen Farbentricolore distanzieren und sich von jenen abgrenzen, die als „rechts“ vulgo böse verleumdet werden. 

Der Schneider von Ulm alias Ikarus 2.0 bezogen auf die Querdenker aus Stuttgart und Ulm.
Der Schneider von Ulm alias Ikarus 2.0 bezogen auf die Querdenker aus Stuttgart und Ulm.

Er, der umtriebige IT-Unternehmer aus Südwest, konnte der knallharten, „antifaschistischen“ Monitor- und Tagesschau-Dampfwalze letztendlich nicht standhalten. Seine politische Unerfahrenheit war da einfach zu wirkmächtig, diesem politmedialen, niederträchtigen Druck konnte er nicht gewachsen sein. Michael Ballweg alias Ikarus 2.0 hätte man fast meinen können. Oder bezogen auf seinen anwaltlichen, äußerst rührigen Mitstreiter, den Ulmer Rechtsanwalt Markus Haintz, eine zeitgenössische Aufführung des Schneiders von Ulm. Hochgeflogen und tief gestürzt. So hart ist das politische Geschäft. Nichts für Träumer. Siehe USA. Aber vielleicht lernen beide aus diesen Erfahrungen und kommen gestärkt und gestählt wieder empor, wie Phoenix aus der Asche. Verdient hätten sie es. 

Aber jetzt Hamburg, Sonnabend, der 19. September, 15 Uhr. Die Querdenker-40, also die aus Hamburg, hatten gerufen. Am Jungfernstieg sollten sich die Corona-Andersdenker des Nordens treffen, zwischen Binnenalster und dem Hamburger Rathaus, Sitz des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. med. Peter Tschentscher (SPD). 

Dieser war ehemals Oberarzt im UKE, dem renommiertesten Universitätskrankenhaus der Stadt, gewesen, also eigentlich ein Mann vom Corona-Fach, er selbst ein guter Bekannter des Hamburger UKE-Pathologen Prof. Klaus Püschel, der als erster seines medizinischen Faches schon vor Monaten wissenschaftlich fundiert, nämlich durch Obduktion, nachgewiesen hatte, daß die von ihm gut 150 obduzierten „Corona-Toten“ unisono Vorerkrankungen vorzuweisen hatten, viele davon multiple, im Altersdurchschnitt schlappe 82 Jahre alt gewesen waren, zudem niemand unter 50. 

Dr. med. Peter Tschentscher (54), SPD-Mitglied, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Eigentlich im Bilde über die begrenzte Gefahr des COVID-19-Virus, aber als braver und angepaßter Politiker mit den Corona-Panikmachern Merkel und Söder mitschwimmend.
Dr. med. Peter Tschentscher (54), SPD-Mitglied, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Eigentlich im Bilde über die begrenzte Gefahr des COVID-19-Virus, aber als braver und angepaßter Politiker mit den Corona-Panikmachern Merkel und Söder mitschwimmend.

Kurzum: Der oberste Politiker der Stadt, also der Peter, müßte eigentlich wissen, daß von COVID-19 keine wie auch immer geartete flächendeckende, Pandemie-ähnliche Gefahr ausgeht, sondern wir es, wie all die Jahrzehnte zuvor, medizinisch gesehen, mit einer ganz normalen Grippewelle zu tun haben, die nur durch einen neuartigen Corona-Virus, eben COVID-19 alias SARS-CoV-2, bereichert wurde, aber eben auch nicht mehr. Denn Corona-Viren gibt es schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Alles halb so wild, eigentlich.

Aber: Dr. Peter Tschentscher ist nun mal Sozialdemokrat, zudem ein treuer Wegbegleiter und Bewunderer von Dr. Angela Merkel, der Bundeskanzlerin, diese offiziell Christdemokratin, tatsächlich überzeugte sozialdemokratische Antifaschistin. Im Trio mit dem Christsozialen aus dem Fränkischen bilden diese drei Politiker nun mal die Speerspitze des Corona-Irrsinns im Lande, und dagegen ist derzeit wahrlich kein Kraut gewachsen, zumal sich die meisten „Krauts“ brav wie Lämminge hinter ihren Volksverführern scharen. 

Blick vom Gänsemarkt den Jungfernstieg hoch am Sonnabend, den 19.09.2020, gegen 15 Uhr.
Blick vom Gänsemarkt den Jungfernstieg hoch am Sonnabend, den 19.09.2020, gegen 15 Uhr.

Querdenker-40, Hamburg, 19.09., 15 Uhr, konkret auf dem Platze. Der Weg vom Gänsemarkt Richtung Jungfernstieg: gähnende Leere. Hunderttausende werden es hier und heute nicht werden. Am Gänsemarkt selbst vielleicht 20 lautstarke Thais, die ihren Kaiser nicht so nett finden und auf Deutsch für seine Absetzung und die der Monarchie fordern. Corona ist hier kein Thema. Aber alles brav mit Maske.

Auf der Höhe des Nivea-Eckladens, links Richtung Luxushotel Vier Jahreszeiten, auf dem Neuen Jungfernstieg, wieder recht laute Klänge, mit starkem Bass angereichert. Vielleicht 30 selbsternannte Antifaschisten, allesamt schwarz bis auf den Scheitel gekleidet, die sich hinter Transparenten mit Sprüchen wie „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ bemerkbar machen wollen. Unsereins mag sich nicht so recht erschließen, was denn der Corona-Virus mit Faschismus zu tun haben soll, also rein medizinisch gesehen. 

Das Häufchen schwarzer Elend alias die Antifa-Idioten auf dem Neuen Jungfernstieg, kurz vorm Luxushotel. Vier Jahreszeiten, Links zwei der drei „parlamentarischer Beobachter der Bündnis 90/Grünen“, parlamentarischer Arm der gewaltaffinen Antifa.
Das Häufchen schwarzer Elend alias die Antifa-Idioten auf dem Neuen Jungfernstieg, kurz vorm Luxushotel. Vier Jahreszeiten, Links zwei der drei „parlamentarischer Beobachter der Bündnis 90/Grünen“, parlamentarischer Arm der gewaltaffinen Antifa.

Auch drei mit grünen Warnwesten und dem Aufzug „Parlamentarischer Beobachter, Bündnis 90/Die Grünen“ gekleidete Männer, die unweit dieses Häufchen schwarzen Elends stehen, können mir nicht weiterhelfen. Vielmehr ist gar nicht ersichtlich, ob diese drei Grünen vielleicht selbst Teil dieser Antifanten-Gruppe sind, zumal sie bei direkter, persönlicher Befragung umgehend an die jungen Damen und Männer in schwarz verweisen, gleichzeitig aber signalisieren, es wäre doch offensichtlich, warum hier von „Faschismus“ gesprochen würde, denn „die AfD“ und andere „rechte Parteien“ würden doch auch die Querdenker unterstützen.

Wir merken: der Bildungsnotstand ist zumindest bei den Grünen und Schwarzen allgegenwärtig. Die Schriften von Ernst Nolte beispielsweise über den wahren Faschismus sind an diesen Personen spurlos vorübergegangen. Perlen vor die Säue, könnte man hier ausrufen.

Der Weg geht nun weiter in den alten Jungfernstieg rein, linker Hand das Alstercafé, gut besucht, auch vor dem Mac-Haus sind nicht wenige Konsumenten zu sehen. Nur die Straße ist gesperrt, kein Auto- und Busverkehr. 

Blick jenseits des weißen LKW‘s vom hinteren Teil der Demonstration auf die Bühne auf dem Jungfernstieg. Es ist gegen 15:15 Uhr, noch ist es nicht so voll.
Blick jenseits des weißen LKW‘s vom hinteren Teil der Demonstration auf die Bühne auf dem Jungfernstieg. Es ist gegen 15:15 Uhr, noch ist es nicht so voll.

Quer über die Straße gestellt ein weißer LKW, so auf der Höhe Große Bleichen, der wohl das Ende des Querdenker-40-Demonstrationsbereiches markieren soll. Im Gegensatz zur Querdenker-Demonstration die Woche zuvor in Hannover, bei der sich die über 1.000 Demonstranten spazierend durch die Stadt des Welfensitzes ihren Corona-Unmut Raum verschaffen wollten, die dann spät abends in den Knüppeln der aufgehetzten niedersächsischen Polizei blutig enden sollte, soll also nach dem Willen der Querdenker-40-Organisatoren in Hamburg nur stehend demonstriert werden. Das kann auch aus versammlungsrechtlichen Gründen so gewollt sein, denn sonst, so hörte ich, könne ein Querdenker- Marsch durch Hamburg gar nicht stattfinden. Der SPD-Innensenator läßt grüßen.

Hinter dem weißen LKW sind nun endlich die ersten Hamburger Querdenker zu erkennen, links und rechts am Fahrrand durch ein rot-weißes Baustellenabgrenzungsband eingegrenzt, denn Ordnung muß nun mal sein. Nicht daß da noch eigentliche Alsterhaus-Konsumenten versehentlich zu Corona-Demonstranten mutieren und von dem Freiheitsvirus der Querdenker infiziert werden. Gott bewahre. 

Jedenfalls verdichten sich nun die Reihen, die ähnlich aufgeweckten, freudigen Gesichter sind wie damals im August in Berlin zu erkennen, auch deswegen, weil das Maskentragen hier logischerweise als nicht zielführend erachtet wird. Von der großen Querdenker-40-Bühne herunter, die auf der Höhe des Neuen Walls aufgebaut wurde, wird gut verständlich gesprochen, verstärkt durch massive Lautsprecheranlagen. Bei der Teilnehmeranzahl von vielleicht knapp 700 - 800 Menschen sicherlich ein wenig überdimensioniert. Man/frau von den Hamburger Querdenkern hatte wohl mehr Zuspruch erwartet. 

Vor einigen Wochen, an selbiger Stelle, waren es tatsächlich in Hamburg schon mal mehr gewesen, so um die 2 bis 3.000, wie mir von anwesenden Teilnehmern berichtet wurde. Aber eigentlich ist der begrenzte Zuspruch heute keine große Überraschung. Nach dem medialen schwarz-weiß-roten Fiasko und dem darauf folgenden Trommelfeuer auf die weißen Querdenker-Träumer wäre alles andere eine wahre Sensation gewesen. Der Hamburger geht nun mal anständig, wie er ist, nach dem Mehrheitsstrom. 

Hamburger Querdenker am 19.09.2020 auf der Freiheits-Demonstration auf dem Jungfernstieg.
Hamburger Querdenker am 19.09.2020 auf der Freiheits-Demonstration auf dem Jungfernstieg.

Das anwesende Querdenker-Publikum sieht aus wie üblich: zumeist ab einem Alter von 40 Jahre aufwärts, gebildet, akademisch, deutsch, also weißhäutig, viele, sehr viele Frauen, wahrscheinlich auch viele Mütter, etliche betagte, auch wohlbeleibte Männer, auch aus dem Umlande. Aber auch die schlanken Hippies, Weltverbesserer und Esoteriker, Männer wie Frauen, sind zugegen, die sich teilweise mit bunten Tüchern auf dem Jungfernstieg ihren eigenen Corona-Einmeterfünfzig-Abstand-Sitzplatzbereich geschaffen haben. Deutsche Ordnung muß sein, auch in Hamburg. 

Auf der Bühne unterschiedliche Redner. Ein Linker aus Hessen verkündet öffentlich seinen Austritt aus seiner Partei Die Linke. Sein Austrittsschreiben wird mittels Briefumschlag in den Briefkasten am Eingang zur U-Bahn-Station durch unsere Wenigkeit im Querdenker-Livestream auf die Reise geschickt. 

David Claudio Siber, aus Flensburg.
David Claudio Siber, aus Flensburg.

Ein grüner Politiker aus Flensburg, David Claudio Siber, der in Berlin einen vielbeachteten Auftritt auf der Querdenker-711-Bühne hatte, auch deswegen, weil er danach von den Funktionären seiner Partei in Schleswig-Holstein ausgeschlossen wurde, spricht einige Worte. Vielleicht wird er in Flensburg die deutsch-dänischen Querdenker mobilisieren können. 

Eine Ärztin mit Kopftuch, also offenkundig eine Muslima, schreit mit voller Leidenschaft ihre kritische Corona-Meinung unters Querdenker-Volk, teilweise ganz amüsant. Da spürt man das orientalische Temperament, für norddeutsche Seelen eher ungewohnt, wenngleich im Hamburger Alltag zunehmend sichtbar. 

Denn diese ethnische Bevölkerungstransformation findet offenkundig statt. Die andere, die als gesundheitlich getarnte, tatsächlich als zivilisatorische Steuerungstransformation über die Corona-Täuschung ablaufende, ist für das allgemeine Bild- und Tagesschau-Publikum noch nicht so ersichtlich. Für die anwesenden Corona-Querdenker jedoch alle Male, wie das die muslimische Ärztin eindrucksvoll unter Beweis stellt. 

Sie verkündet, „Corona“ sei nur der Deckmantel für eine weltumspannende geplante Währungsreform, natürlich zum Schaden der Völker. Überhaupt sei eine kleine, reiche Clique „da oben“ am Werke und wolle sich auf Kosten der Menschheit noch reicher und mächtiger machen. Dagegen müsse mit aller Macht angegangen werden. Gehört wurde sie. Ob erhört, wer will das wissen.

Dr. Heiko Schöning, Arzt und führender Kopf der Ärzte für Aufklärung (www.ärzte-für-Aufklärung.de), informiert die Zuhörerschaft über den aktuellen Stand des staatlich organisierten Volksbetrugs durch die Corona-Angst.
Dr. Heiko Schöning, Arzt und führender Kopf der Ärzte für Aufklärung (www.ärzte-für-Aufklärung.de), informiert die Zuhörerschaft über den aktuellen Stand des staatlich organisierten Volksbetrugs durch die Corona-Angst.

Ein anderer Arzt aus Hamburg, Dr. Heiko Schöning, von den „Ärzten für Aufklärung“ (www.ärzte-für-Aufklärung.de), spricht da weitaus ruhiger, wenn auch ebenso bestimmt ins Mikrofon. Er berichtet über die aktuellen Entwicklungen auf dem medizinisch-wissenschaftlichen, vor allem aber auch politisch-gesetzgeberischen Gebiet zum Thema Corona. Dunkle Wolken ziehen auf, sagt er, die Bilder und aktuellen Ereignisse aus Australien seien alarmierend. Eine neue, restriktivere Gesellschaftsform solle dort, downunder, getestet werden, damit sie später über die gesamte Welt ausgebreitet werden kann. 

Fakten über eine „echte Pandemie“ und einer „Fake-Pandemie“. Zusammengestellt von Ärzte-für-Aufklärung.de.
Fakten über eine „echte Pandemie“ und einer „Fake-Pandemie“. Zusammengestellt von Ärzte-für-Aufklärung.de.

Aktuell, so Dr. Schöning, sei der Corona-Widerstandsgeist gesamtheitlich gesehen noch in der Minderheitenposition. Aber es sei klar und offensichtlich, daß der freie, mündige Bürger entrechtet werden solle, über das Vehikel der angeblichen Corona-Pandemie, die aber tatsächlich nur ein „Pandemie-Fake“ sei, wie das auch auf seinem Flugblatt/Flyer niedergeschrieben sei, das millionenfach gedruckt wurde und nun unters Volk verteilt werden kann. Der Mann meint es ernst, wahrscheinlich will er auch mehr. Die Zukunft wird es weisen.

Ein anderer Redner auf der Querdenker-40-Bühne, Ingenieur im Berufsleben, hier aber sehr kreativ in seinem Bemühen, den Corona-Irrsinn durch seinen Auftritt augenscheinlich zu demonstrieren, erläutert die massenpsychologischen Steuerungsinstrumente der Regierenden. So erwähnt er das Standardwerk „Propaganda“ von Edward Bernays und zitiert daraus einige Passagen, wie gerade über die Medien die Menschenmengen in Demokratien gesteuert werden können.

Außerdem erläutert er allgemein verständlich den Mechanismus der Konformität, wie also mit einfachen Mitteln ein erwünschtes gruppendynamisches Verhalten erzeugt werden kann. Der Mann hat seine Hausaufgaben in Massenpsychologie gemacht. 

Unangenehm am Rande des Geschehens sind einige unverbesserliche junge „Antifaschisten“, die der Meinung sind, kritisches, querdenkerisches Sein müsse mit aller Macht, auf jeden Fall mit Trillerpfeifenmacht behindert werden. Anfänglich gelingt ihnen das auch, obgleich sie nicht mehr als eine Handvoll sind, zwei Weiblein, drei bis vier Männlein. Der Geist der fanatischen Dummheit kann nun mal recht mächtig sein, selbst wenn er in kleiner Anzahl erscheint, das gilt es anzuerkennen. 

Die Polizei aus Schleswig-Holstein läßt den unmittelbaren Bereich der Querdenker-40-Bühne von Antifanten Sübern.
Die Polizei aus Schleswig-Holstein läßt den unmittelbaren Bereich der Querdenker-40-Bühne von Antifanten Sübern.

Eine persönliche Rücksprache mit der gleich nebenan stehenden Polizei aus Schleswig-Holstein und der Bitte, diese bewußten Störer doch von der Demonstration zu entfernen, ergibt den erstaunlichen Hinweis, man, also die Polizei, würde ja gerne dieses umsetzen wollen, nur wäre das nicht möglich, solange der Veranstalter selber das nicht anfordern würde. Dieser habe bisher die Anweisung gegeben, ein jeder, ganz egal welcher Couleur, dürfe an der Hamburger Querdenker-40-Demonstration teilnehmen, denn die Querdenker-Toleranz sei nicht ausgrenzend. Gut gemeint. In der Praxis: nicht optimal gemacht.

Glücklicherweise können wir mit einem Mitglied des Querdenker-40-Orgateams sprechen und ihn auf die Unhaltbarkeit dieses unerträglichen Demonstrationszustandes hinweisen. Nach seiner Rücksprache mit der Leiterin der Demonstration, Selina Fullert, wird diese dann auch glücklicherweise aktiv. Nach 15 Minuten ist der Trillerpfeifenspuk beendet. Die Ohren und Nerven der interessierten Zuhörer sagen Dank.

So gegen 18 Uhr, es wird weiter munter parliert auf der Querdenker-40-Bühne, begebe ich mich wieder auf den Rückweg, denn zuhause wartet ja auch noch Frau und Familie. Das Leben ist zum Glück nicht nur Corona.

Auf dem Weg zur U-Bahn decke ich mich noch am Querdenker-40-Stand, von einer reizenden jungen Dame freundlich bedient, mit weißen Querdenker-40-Hemden ein, von S bis XXL. Zum besseren Transport erhalte ich noch praktischerweise eine ebenso weiß gestaltete, kordelbestückte Baumwolltragetasche, in der ich die Querdenker-Hemden nebst Infomaterial gut verstauen kann. Das Querdenker-Merchandising läuft zumindest in Hamburg schon recht gut an.

Kurz vor dem U-Bahn-Einstieg, Station Jungfernstieg, komme ich noch mit drei führenden Querdenker-Damen aus Seevetal kurz ins Gespräch. Vor allem eine recht resolute Psychotherapeutin findet mein Interesse. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern der Querdenker-40-Demonstration lassen aber diese drei deutschen Damen die beschwingende Lockerheit und Fröhlichkeit leider vermissen, die ich zum Beispiel anfänglich auf dieser Demo von einer Französin-Russin und einer Serbin erfahren konnte, ebenso wie zwei aufgeklärten Heilpraktikerinnen, wobei beide mit ostdeutschem, also ostpreußischen und schlesischem „Migrationshintergrund“. Jedem das Seine, die Menschen sind unterschiedlich.

Hamburger Hochbahn, Betreiber der U- & S-Bahn, mit Maskenpflicht.
Hamburger Hochbahn, Betreiber der U- & S-Bahn, mit Maskenpflicht.

Final in der U-Bahn, U1 Richtung Alsterdorf, noch folgende bezeichnende Begebenheit. Aus Unachtsamtkeit hatte ich vergessen, das Ansteckzeichen mit dem Motto „Impfzwang – Nein Danke“ abzunehmen, so daß ich, da bereits ohne Maske in der U-Bahn sitzend, da wegen einer Atemwegserkrankung von der Maskentragepflicht befreit, in mehrfacher Sicht als „Corona-Leugner“, „Verschwörungstheorektiker“ und „Nazi“ für das gewöhnliche U-Bahn-Publikum gut erkennbar war, zumal ja auch noch mit dem weißen Querdenker-40-Tragebeutel bestückt. 

Jedenfalls saß ich brav und artig, ganz vorne in der U-Bahn hinter der Zugfahrerkabine, auf einem umgeklappten U-Bahn-Sitz. Schräg mir gegenüber ein männlicher Deutscher stehend, um die Anfang 30, mich ununterbrochen mit starrem Blick fixierend. Mir ist klar: dieser Mann ist auf Corona-Krawall gebürstet. Denn er hat die Corona-Desinformation des Hamburger Abendblatts, der Tagesschau und auch der Bild-Zeitung intravenös eingenommen. Er ist ein Corona-Gläubiger durch und durch – und wartet auf die erstbeste Gelegenheit, mich maßzuregeln. 

Durch bewußte Beschäftigung mit meinem iPhone versuche ich, die von ihm herbeigewünschte Konfrontation zu vermeiden, was einige Stationen lang auch gelingt. Als mich dann aber ein älterer, übergewichtiger Mann mit Stoffmaske, gerade eingestiegen, von oben herab anspricht, ich hätte ja wohl vergessen, meine Maske aufzusetzen, ich dann ganz unschuldig blickend dies verneine, springt plötzlich, wie von der Tarantel gestochen, der mit dem starren Irrenblick mich fixierende Deutsche fast auf mich drauf, zieht an meinem Impfzwang-Ansteckzeichen und freut sich diebisch, dem älteren Herrn zeigen zu können, lauthals, ich sei ein böser Mensch, denn wie man an diesem Ansteckzeichen erkenne könne, sei ich ein böser „Corona-Leugner“ — und überhaupt ein zu tadelnder Rechtsbrecher.

Black lives smart mit Maske. Schematisch.
Black lives smart mit Maske. Schematisch.

Doch jetzt, ebenso plötzlich, obgleich ich ihn schon von Anfang an als aufgeweckten Zeitgenossen erblickt hatte, denn er sprach recht erfrischend an seinem Mobiltelefon mit einer Person am anderen Ende seiner Funkverbindung, springt mir ein junger Schwarzer, vielleicht so um die 20, wortgewaltig zur Hilfe, zwar auch mit Maske versehen, aber ganz und gar nicht stumpfsinnig wie der mich an meinem Hemd befummelnde Mit-30er-Dumpfbackendeutscher. 

So teilt er diesem unmißverständlich mit, er solle sich schämen, sich dermaßen asozial zu benehmen. Er solle mich einfach in Ruhe lassen. Zudem sei es nicht hinzunehmen, daß er mich körperlich angehen würde. Da ist die deutsche Intelligenzhohlheit perplex. Denn auf diese Replike des mutigen und freiheitsliebenden Schwarzdeutschen ist der verdutzte Weißdeutsche nicht gefaßt, stellt dann auch umgehend seine Belästigung mir gegenüber ein und kriecht in seine Ecke zurück, wie ein begossener weißer Pudel. 

Denn von einem Schwarzdeutschen angemacht zu werden, die heutzutage per gesellschaftlicher Definition wegen der BLM- und Antirassismus-Debatte zu den Guten zählen, obgleich er doch selbst, so der weiße glaubend, auch zu den Guten zählen würde, da ja ein Bekämpfer der „Corona-Leugner“, das kann der arme Mann, intellektuell behindert wie er ist, so schnell nicht verarbeiten. Tilt, Game Over – da ist er mundtot. 

Danke diesem beherzten, jungen afrikanischstämmigen Mann, der mal wieder gezeigt hat, daß wahre Zivilcourage keine Rassen, keine Hautfarbe kennt, sondern sich dadurch auszeichnet, daß sich der einzelne Mensch, so schwach er auch sein mag, mutig und konsequent gegen die vermeintlich mächtigere Mehrheit stellen kann, gerade dann, wenn sich diese mit Unrecht und Dummheit gegen den schwächeren Einzelnen wendet und die schlichtende Hand der Staatsgewalt, also der Polizei, nicht zugegen sein kann. 

Dieser Schwarze hat offensichtlich die Lehren der deutschen Geschichte gelernt, wahrscheinlich auch die der afrikanischen. 

Denkverbote, ob mit Maske oder stilisierter Maske, gab es in Deutschland schon immer. Die Knechtung des deutschen Freiheitsgeistes war nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon und der folgenden Restauration durch Fürst Metternich mittels seiner Karlsbader Beschlüsse bereits 1819 Anlaß für Spott und Hohn, aber eben auch Widerstand und Freiheitsdrang. Die Gedanken sind frei - damals wie heute.
Denkverbote, ob mit Maske oder stilisierter Maske, gab es in Deutschland schon immer. Die Knechtung des deutschen Freiheitsgeistes war nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon und der folgenden Restauration durch Fürst Metternich mittels seiner Karlsbader Beschlüsse bereits 1819 Anlaß für Spott und Hohn, aber eben auch Widerstand und Freiheitsdrang. Die Gedanken sind frei - damals wie heute.
HB, geb. 20.07.1963, am 19.09.2020 in Hamburg am Jungfernstieg.
HB, geb. 20.07.1963, am 19.09.2020 in Hamburg am Jungfernstieg.

Stehe auf, wenn Du Unrecht siehst!
Sage Stop, wenn der Mächtige sich gegen den Ohnmächtigen stellt!
Setze Deine Kraft und Dein Gewissen ein, und das ganz unabhängig davon, wer das Opfer der herrschende Dummheit ist! 

Ob weiß, schwarz, rot oder gelb.
Ob Deutscher oder Ausländer.
Ob von nah oder fern.
Die wahre internationale Solidarität kennt keine Grenzen.
Der Freiheitsdrang mutiger Menschen kennt keine Couleur.
Sie ist in allen Völkern, auf allen Kontinenten der Erde vorhanden.

Es lebe die Freiheit der Freiheitsdenker!
Es lebe der Mut der Tapferen!
Es lebe die Aufrichtigkeit der Klarsichtigen! 

Heil Corona!


AfD-NRW-Wahldebakel: was nun?

HB-Kommentar auf die Nachwahl-Analyse von Benedikt Kaiser auf Sezession.de, https://sezession.de/63347/notizen-zu-den-kommunalwahlen-in-nrw.

„Alles richtig. Kurz: der Fisch stinkt vom Kopf her. Neue Köpfe braucht die AfD-NRW. Nur woher nehmen? Ob Roger Beckamp, Rechtsanwalt und MdL, der richtige ist, also die Integrationsfigur an der Spitze der AfD-NRW sein kann, keine Ahnung. Seine Videos sind ja ganz witzig. Aber reicht das? 

Ist das jemand, dem man dem Bottroper Kumpel glaubhaft als Vorkämpfer für seine Rechte hinstellen kann? Wirkt mir doch etwas zu gelackt und geschniegelt. Außerdem gibt es Gerüchte über ihn, die vor allem von Thomas Matzke verbreitet werden. Kann alles nur persönliche Animosität sein, muß aber nicht. Wenn da nur die Hälfte davon stimmt, Gute Nacht Kameraden. 

Wie auch immer: Es muß ein Neuanfang her. Aber Pattex-Jörg Meuthen und WilliWichtig Rüdiger Lucassen werden sicher nicht freiwillig das Feld räumen. Und dann? Ja, was dann? Wahrscheinlich ist die personelle Minusauswahl aus den Pretzell-Zeiten in NRW so gewaltig und durchdringend gewesen, daß aus diesem Laden aktuell nichts kommen kann. Wahrscheinlich dann doch von außen. Vielleicht von den Querdenkern? Wobei die in NRW auch nicht so stark sind. 

Vielleicht ist ja NRW auch schon so sehr multikulturalisiert und grün-idiotisiert, daß es dort eine bewußte deutsch-sozialpatriotische Politik gar nicht mehr geben kann, weil eben die kritische Masse fehlt. Die Zeiten von Schlageter, Helmut Rahn und Borussia sind eben schon lange vorbei. 

Gute Nacht NRW?“

Michael Ballweg (Querdenken-711) lächelt im „Nazi“- & „Antisemitismus“-ARD-Kugelhagel

Michael Ballweg (Querndenken-711) im Interview mit der ARD für die Sendung „Bericht aus Berlin“ am Sonntag, den 6.9.2020. Er kämpft tapfer, klug und freundlich-lächelnd gegen die vielfältigen Attacken des ARD-Journalisten, ihn in die „NazI“-Ecke zu drängen. Gut gemacht, Michael Ballweg.
Michael Ballweg (Querndenken-711) im Interview mit der ARD für die Sendung „Bericht aus Berlin“ am Sonntag, den 6.9.2020. Er kämpft tapfer, klug und freundlich-lächelnd gegen die vielfältigen Attacken des ARD-Journalisten, ihn in die „NazI“-Ecke zu drängen. Gut gemacht, Michael Ballweg.

Gut gemacht, Michael #Ballweg. Also als politisch unerfahrener Mensch war das schon sehr sehr gut. Der #ARD-Journalist - wer war das eigentlich? - hatte nur ein einziges Ziel: Sie mit der „#Nazi“- & „#Antisemitismus“-Keule dazu zu bringen, sich von allen von ihm als “extremistisch” definierten Gruppierungen zu distanzieren, oder, wenn Sie das nicht getan hätten, Ihnen, Herr Ballweg, den „Nazi“-Stempel auf die Stirn zu drücken, Sie also öffentlich als “Nazi”, also als bösen Menschen in der „#BRD“ zu brandmarken. 

Ausschnitte aus dem 30-minütigem Rohmaterial, wahrscheinlich nicht mehr als 2 Minuten, werden wahrscheinlich am Sonntag, den 6.9.2020, in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ ab 18h05 Uhr verarbeitet und gesendet werden, Ziel der Sendung wird sein, Michael Ballweg und die Querdenken-Bewegung als eine gefährliche Bewegung darzustellen, da sie sich angeblich nicht von „Reichsbürgern“, „Rechtsextremisten“, „Nazis“ und sonstigen bösen Menschen distanziert bzw. sie kategorisch von ihren Querdenker-Demonstration ausgrenzt. Das ist die Ursünde des Michael Ballweg. Solange er das öffentlich nicht tut, solange wird er mit immer brutaler Härte mit der „Antisemitismus“-Keule sonderbehandelt werden.
Ausschnitte aus dem 30-minütigem Rohmaterial, wahrscheinlich nicht mehr als 2 Minuten, werden wahrscheinlich am Sonntag, den 6.9.2020, in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ ab 18h05 Uhr verarbeitet und gesendet werden, Ziel der Sendung wird sein, Michael Ballweg und die Querdenken-Bewegung als eine gefährliche Bewegung darzustellen, da sie sich angeblich nicht von „Reichsbürgern“, „Rechtsextremisten“, „Nazis“ und sonstigen bösen Menschen distanziert bzw. sie kategorisch von ihren Querdenker-Demonstration ausgrenzt. Das ist die Ursünde des Michael Ballweg. Solange er das öffentlich nicht tut, solange wird er mit immer brutaler Härte mit der „Antisemitismus“-Keule sonderbehandelt werden.

Diese Attacken des Journalisten in Ruhe und Freundlichkeit abgewehrt zu haben, zudem die Klugheit, das Interview mitgefilmt zu haben, zeigt, daß Sie auf einem guten Wege sind. Hut ab, Herr Ballweg. Da capo. Machen Sie weiter so. Lassen Sie sich nicht beirren. 

Doch bedenken Sie: je erfolgreicher Ihre Bewegung wird, um so brutaler werden die Attacken auf Sie sein, vor allem durch die „BRD”-Medien. Denn: Wenn Sie Erfolg haben, wenn Querdenken wirklich seine gesteckten Ziele erreicht, entmachten Sie zum Großteil die herrschende Klasse der „BRD“. Das darf im Sinne eben dieser herrschenden Klasse nicht sein. 

Um das zu verhindern gibt es in der “BRD” ein bewährtes Mittel: die “Nazi”-Keule, die “Antisemitismus”-Keule, die “#Holocaust-Leugner”-Keule. Deshalb ja auch die Begrifflichkeit “#Corona-Leugner”, womit Sie begrifflich in die Näher der „Holocaust-Leugnung“ gestellt werden sollen. 

Gem. §130 StGB steht die „Leugnung des Holocaust“ unter Strafe in der „BRD” mit einer Strafbewehrung bis zu 5 Jahren Haft. 

Das alleine ist Sinn und Zweck dieser „Nazi“-, „Antisemit“- und „Holocaust-Leugnung“-Diffamierungen, damit der Status Quo in diesem Lande nicht geändert wird und sich die herrschende Klasse weiter an ihrem reichlich gefüllten Futtertrog nähren kann - zusammen mit dem gesamten politmedialen Komplex, also über 7 Milliarden Euro an Zuwendungen für den Öffentlichen Rundfunk. 

Von links nach rechts, je Zeile: Prof. Wolfgang Hoffmann-Riem, Prof. Winfried Hassemer, Prof. Otto Schily, §130 StGB „Volksverhetzung“, Zeitgenössische Karikatur zu den Karlsbader Beschlüssen.
Von links nach rechts, je Zeile: Prof. Wolfgang Hoffmann-Riem, Prof. Winfried Hassemer, Prof. Otto Schily, §130 StGB „Volksverhetzung“, Zeitgenössische Karikatur zu den Karlsbader Beschlüssen.

Nebenbei: „BRD”-illustre Persönlichkeiten wie die beiden ehemaligen Bundesverfassungsrichter Prof. Wolfgang #Hoffmann-Riem und Prof. Winfried #Hassemer, aber auch der Top-Jurist und ehemalige Bundesinnenminister Prof. Otto #Schily haben sich für die Abschaffung des §130 #StGB ausgesprochen, um eben der Meinungsfreiheit eine freie Gasse zu geben und dieses Diffamierungsspiel zu beenden. Punkt. Absatz. Ende.

Das Interview mit der ARD vom 4.9.2020 als Rohmaterial kann hier gesehen werden: https://youtu.be/kKEBjZ4gK4c.

George Soros wird 90: Yom hu‘ledet sameach.

Titel-Artikel im Focus über den „meistgehaßte(n) Mann des Internets“, also George Soros, der am 12. August 2020 genau 90 Jahre alt wird, doch tatsächlich geht es in dem Text um Arthur Finkelstein, gestorben vor drei Jahren, einem berühmt-berüchtigten Wahlkampfmanager für die US-Republikaner seit den Zeiten von Barry Goldwater in den 60er Jahren.
Titel-Artikel im Focus über den „meistgehaßte(n) Mann des Internets“, also George Soros, der am 12. August 2020 genau 90 Jahre alt wird, doch tatsächlich geht es in dem Text um Arthur Finkelstein, gestorben vor drei Jahren, einem berühmt-berüchtigten Wahlkampfmanager für die US-Republikaner seit den Zeiten von Barry Goldwater in den 60er Jahren.

Die aktuell weltweit beliebteste Projektionsfläche aller Möchtegerngroße ist der jüdisch-ungarisch-stämmige US-Amerikaner George Soros, der heute am 12. August seinen 90. Geburtstag feiert. Yom hu‘ledet sameach. 

Auch der Focus läßt sich nicht lumpen. Tatsächlich geht es aber in dem Focus-Artikel um Arthur Finkelstein, einem jüdisch-homosexuellen-libertären US-Amerikanischen Wahlkampfberater, der seit dem Ende den 70er Jahren für Republikaner und sog. „Konservative“ in den USA, Israel und Europa aggressiv & erfolgreich Wahlkampagnen managte.

Arthur Finkelstein (im Vordergrund), mit seinem Ehemann Donald Curiale (im Hintergrund), anno 2013. Am 18. August 2017 starb Finkelstein in seinem Privatanwesen in Ipswich/Massachusetts.
Arthur Finkelstein (im Vordergrund), mit seinem Ehemann Donald Curiale (im Hintergrund), anno 2013. Am 18. August 2017 starb Finkelstein in seinem Privatanwesen in Ipswich/Massachusetts.

Finkelstein, ausgesprochen wie im Deutschen mit Stein (AF über sich:  ‘If I was a poor Jew, it would be Finkelsteen, but since I am a rich Jew, it’s Finkelstine.”), wurde berühmt durch das berüchtigte, aber sehr effektive „negative campaigning“. 

Mentor und Held für Finkelstein war Barry Goldwater und später dessen Ziehsohn Ronald Reagan, der in den 80er Jahren den von Goldwater in den 60er Jahren begonnen Rechtsruck in der Republikanischen Partei erfolgreich umsetzen konnte und US-Präsident wurde. 

Barry Goldwater (1909-1998), der die Republikanisch Partei in den 60er Jahren modernisierte h7
Barry Goldwater (1909-1998), der die Republikanisch Partei in den 60er Jahren modernisierte h7

Einige Kommentatoren meinen, Donald Trump sei nun der logische Nachfolger von Goldwater & Reagan, doch das nur insoweit, als Trump die GOP „gekapert“ und im Kurs verändert hat, so wie Goldwater in den 60ern. 

Tatsächlich ist Donald Trump eher in der Linie von Robert F. Kennedy zu sehen, mit dessen Sohn RFK jr. er anscheinend gute Beziehungen pflegt, da RFK jr. ihm in seinem Kampf gegen den Impfzwang massiv unterstützt, u.a. als er diesen 2017 in eine Anti-Impfkommission berief. 

Donald Trump, Robert F. Kennedy jr. und Mike Pence am 10. Januar 2017, nachdem Kennedy von Trump zum Nationalen Beauftragten für die Sicherheit von Impfstoffen benannt worden war.
Donald Trump, Robert F. Kennedy jr. und Mike Pence am 10. Januar 2017, nachdem Kennedy von Trump zum Nationalen Beauftragten für die Sicherheit von Impfstoffen benannt worden war.

Nebenbei: auf der anderen Spielseite spielen Gates & Merkel mit. Doch zurück zum Focus-Artikel.

Bill Gates & Angela Merkel, gemeinsam im Team deep state, um die Vorherrschaft von Donald Trump zu brechen. Das Photo entstammt aus dem Bundeskanzleramt am 23. Januar 2008.
Bill Gates & Angela Merkel, gemeinsam im Team deep state, um die Vorherrschaft von Donald Trump zu brechen. Das Photo entstammt aus dem Bundeskanzleramt am 23. Januar 2008.

Also der Focus behauptet, Arthur Finkelstein wäre der größte Wahlkampfguru der Welt und hätte alles mögliche geschafft, u.a. die Haßfigur der „Rechten“ zu erzeugen, also George Soros. Der, genauso wie Bill Gates, sei dagegen ein liebenswerter alter Opa, der doch nur Gutes wolle. 

Die Wahrheit liegt natürlich wie immer in between. Oder anders ausgedrückt, ja, einiges stimmt, aber einiges stimmt auch nicht. 

So behauptet Focus, Finkelstein allein habe Viktor Orban zum fulminanten Wahlsieg (2/3 Mehrheit) in Ungarn im April 2010 verholfen. Falsch. 

Arthur Finkelstein (li) und Viktor Orban (re).
Arthur Finkelstein (li) und Viktor Orban (re).

Tatsächlich war der selbstverschuldete KO-Schlag des früheren sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Ungarns, Ferenc Gyurcsany, dessen „parteinterne Geheimrede“ vom 26. Mai 2006 vier Monate später öffentlich bekannt wurde, in der er ganz ungeniert zugab, wie er mit Lügen die ungarische Öffentlichkeit gnadenlos betrogen hatte, der entscheidende Grund dafür, daß Orban später 2010 die Wahl relativ locker gewinnen konnte. 

Ferenc Gyurcsany, ehemaliger Ministerpräsident Litauens, von 2004 bis 2009 im Amt.
Ferenc Gyurcsany, ehemaliger Ministerpräsident Litauens, von 2004 bis 2009 im Amt.

Ja, Finkelstein hatte dann kräftig nachgeholfen, aber ohne die Ferenc-Bombe wäre das viel schwerer geworden. 

Zusammenfassend: Im Grunde ist alles nur ein großes, globales Spiel superreicher Männer & Familien, zumeist US-Amerikaner, keine Palästinenser, die sich wie die Kesselflicker bekämpfen, aber eigentlich eine Art Fußballspiel um den Erdball spielen. World-Soccer-Money-Game. TelAviv - c‘est la vie. 

Das globale Spiel für supperreiche Männer und Familien, „Monoppoly Welt“, vor allem in den USA.
Das globale Spiel für supperreiche Männer und Familien, „Monoppoly Welt“, vor allem in den USA.

Am Ende aller Tage bleiben sie aber gute Buddies, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Manchmal wechselt der eine Spieler von der roten Mannschaft in die blaue Mannschaft. Unsereiner kleiner Erdenbürger ist da nur Zuschauer & Statist, machmal Kanonenfutter oder Impfstoffempfänger.

Merke:
A. Geld regiert die Welt.
B. Die Dosis macht das Gift.
C. Die Wege des Herrn sind unergründlich.
Ansonsten: Noch ist Polen nicht verloren.

Das Wappen des Deutschen Ordens im deutschen Osten.
Das Wappen des Deutschen Ordens im deutschen Osten.


Arthur Finkelstein, Innovative, Influential Conservative Strategist, Dies at 72

Arthur Finkelstein, right, in 1983 at the Yale Club in Manhattan with Paul Curran, left, a one-time Republican candidate for governor of New York, and Whitney North Seymour, the former United States attorney for the Southern District.Credit...Chester Higgins Jr./The New York Times
Arthur Finkelstein, right, in 1983 at the Yale Club in Manhattan with Paul Curran, left, a one-time Republican candidate for governor of New York, and Whitney North Seymour, the former United States attorney for the Southern District.Credit...Chester Higgins Jr./The New York Times

https://www.nytimes.com/2017/08/19/us/politics/arthur-finkelstein-innovative-influential-conservative-strategist-dies-at-72.html

By Sam Roberts

Aug. 19, 2017

Arthur Finkelstein, a reclusive political Svengali who revolutionized campaign polling and financing and helped elect a bevy of conservative candidates, including President Ronald Reagan and Prime Minister Benjamin Netanyahu of Israel, died on Friday night in Ipswich, Mass., where he lived. He was 72.

His family confirmed the death in a statement. The cause was lung cancer.

Mr. Finkelstein was among the first political strategists in the late 1970s to grasp the potential of a United States Supreme Court ruling that allowed putatively independent political committees to spend money on behalf of individual candidates and causes.

The decision led to a proliferation of fund-raising vehicles that were supposed to be beyond the control of candidates or party officials but that in fact often worked in concert with their campaigns. One such group, the muscular National Conservative Political Action Committee, was established with Mr. Finkelstein’s help.

He also pioneered sophisticated demographic analyses of primary voters and methodical exit polling, and of using a marketing strategy, called microtargeting, to identify specific groups of potential supporters of a candidate regardless of their party affiliation.

He would bombard them with appeals to support a candidate through direct mail and phone calls, coupled with television advertisements that mercilessly exploited a rival’s vulnerabilities

“The numbers spoke to him,” Kieran Mahoney, his frequent campaign collaborator and one of his many protégés, said in a telephone interview.

Mr. Finkelstein’s combative campaigns helped elect or re-elect the Republican Senators James L. Buckley and Alfonse M. D’Amato of New York, Lauch Faircloth of North Carolina, Orrin Hatch of Utah, Jesse Helms of North Carolina, Connie Mack III of Florida, Don Nickles of Oklahoma and Strom Thurmond of South Carolina.

“Arthur was responsible for electing more people to the United States Senate than any other political consultant,” Mr. D’Amato said in an interview.

In the process, Mr. Finkelstein transformed liberal into a dirty word.

His conservative political action committee was instrumental in the surprise unseatings of liberal Democratic stalwarts in 1980, including Senators Birch Bayh of Indiana, Frank Church of Idaho and George S. McGovern of South Dakota. He also collaborated with fellow Republicans in establishing another fund-raising behemoth, the National Congressional Club

In 1994, Mr. D’Amato and Mr. Finkelstein engineered the defeat of Mario M. Cuomo, New York’s three-term governor, by George E. Pataki, an obscure state senator. Mr. Pataki’s resonant rationale was that Mr. Cuomo was “too liberal for too long.”

A canny Brooklyn-born brawler who made his political debut on a Greenwich Village soapbox, Mr. Finkelstein was adept at aggressively wooing disaffected Democrats to his Republican clients’ camps in statewide campaigns. His strategy was largely to ignore party labels and focus on the basic beliefs that moved these Democrats.

“I have been criticized for 20 years for running ideologically arched campaigns,” he told the National Conservative Political Action Conference in 1991. “I plead guilty. I will continue to run ideologically arched campaigns as long as there are more conservatives than there are liberals, rather than more Democrats than there are Republicans.”

He refused to acknowledge, though, that he engaged in negative campaigning. That phrase connotes false accusations, he said, when “it just means that you speak about the failings of your opponent as opposed to the virtues of your candidate.”

Rather, he called his strategy “rejectionist voting” — a formula built on slogans that disparaged adversaries. (He would often count on a third contender to siphon votes from the rival who posed the most serious threat to a client).

Prime examples of that strategy were Mr. D’Amato’s upset win over Senator Jacob K. Javits, the venerable liberal Republican incumbent, in the 1980 primary, and Mr. D’Amato’s re-election squeaker against the Democratic state attorney general, Robert Abrams (“hopelessly liberal,” Mr. D’Amato said), in 1992, when Bill Clinton swept the state with a 1.2-million-vote margin on his way to winning the presidency.

“I never once put him on television to talk,” Mr. Finkelstein said of Mr. D’Amato. “He was completely irrelevant to the campaigns.”

Those campaigns were “vicious and mean,” he told a college audience in Prague in 2011. “Negative, negative, negative — ′cause you can’t possibly win otherwise.”

The negatives used in the primary — portraying Mr. Javits, at 76, as sick and aging — were tempered in the 1980 general election campaign by an ad that famously featured Mr. D’Amato’s mother, armed with bags of groceries, lamenting the struggles of the middle class and urging, “Vote for my son, Al.”

“That humanized me,” Mr. D’Amato recalled.

Mr. Finkelstein said, “We had to prove Alfonse had a mother.”

Mr. D’Amato narrowly defeated his Democratic rival, Representative Elizabeth Holtzman, in the general election, in which Mr. Javits ran on the Liberal line.

As a gay, Jewish libertarian, Mr. Finkelstein helped elect homophobic candidates, once polled South Carolinians on whether they would support a rival candidate identified as a Jewish immigrant, and supported gay rights and abortion rights as what the political consultant Roger Stone, another of his protégés, called, in a phone interview, “a situational conservative.”

Mr. Finkelstein, left, and his husband, Donald Curiale, in 2013 at an event in which Mr. Finkelstein was given an award by the American Association of Political Consultants.Credit...Gary Maloney
Mr. Finkelstein, left, and his husband, Donald Curiale, in 2013 at an event in which Mr. Finkelstein was given an award by the American Association of Political Consultants.Credit...Gary Maloney

Still, Mr. Finkelstein suggested, he was not a hired gun who would provide his services to just anyone.

It would be very hard for me to work with somebody with whom I have fundamental disagreements, against someone with whom I agree,” he said.

Mr. Finkelstein insisted that he never lied — “I do not slander somebody without proof,” was how he put it — but he acknowledged a generation ago that truth was fungible.

“The most overwhelming fact of politics is what people do not know,” he told the college students in Prague. “In politics, it’s what you perceive to be true that’s true, not truth. If I tell you one thing is true, you will believe the second thing is true. A good politician will tell you a few things that are true before he will tell you a few things that are untrue, because you will then believe all the things he has said, true and untrue.”

Arthur Jay Finkelstein was born on May 18, 1945, in the East New York section of Brooklyn, the son of Jewish immigrants from Eastern Europe. His father, Morris, was a cabby. His mother was the former Zella Ordanksi. The family moved to Levittown, on Long Island, when he was 11, then to Queens, where he graduated from Forest Hills High School.

In 1967, Mr. Finkelstein earned a bachelor’s degree in economics and political science from Queens College. As a student, he sometimes shared a college radio program with Ayn Rand, the author and philosopher whose laissez-faire capitalism he would fiercely defend in street-corner debates in Greenwich Village.

After he volunteered in Barry Goldwater’s 1964 presidential campaign, F. Clifton White, the architect of the Draft Goldwater movement, became his patron and recruited him to James Buckley’s Senate race in 1970 as the candidate of the fledgling Conservative Party.

Invoking Richard M. Nixon’s silent majority, Mr. Finkelstein encapsulated Mr. Buckley’s message in the catchphrase “Isn’t it time we had a senator?”

Mr. Buckley went on to defeat the Republican incumbent, Charles E. Goodell, and the Democratic challenger, Representative Richard L. Ottinger.

In 1972, Mr. Finkelstein founded the Westchester County-based Arthur J. Finkelstein & Associates with his brother Ronald. In the 1976 presidential campaign, he was credited with helping Reagan, in an unsuccessful bid to deny President Gerald R. Ford the nomination, win crucial Republican primaries in North Carolina and Texas.

He later choreographed campaigns by his friend Ronald S. Lauder, the cosmetics heir, against Rudolph W. Giuliani in the 1989 Republican mayoral primary; a referendum to impose term limits on New York City elected officials; and races in Eastern Europe and in Israel, where he was recruited by supporters of Mr. Netanyahu and other conservative candidates of the Likud Party.

In his work for Mr. Netanyahu, the incumbent prime minister, in 1999, Mr. Finkelstein took on the Labor Party challenger, Ehud Barak (who was being advised by the Democratic consultants James Carville, Bob Shrum and Stanley Greenberg), with the campaign slogan “Ehud Barak: Too Many Ambitions, Too Few Principles.”

Mr. Netanyahu was defeated in that campaign, but Mr. Finkelstein returned to Israel to help Ariel Sharon oust Mr. Barak and later re-elect Mr. Netanyahu, taking back power for the Likud Party.

“I would always say, ‘Arthur, do you realizes how much we’re changing history?’ ” his colleague George Birnbaum recalled. “He would say, ‘I don’t know how much we’re changing history; we’re touching history.’”

Philip Friedman, another political consultant, told The New York Times in 1994: “Finkelstein is the ultimate sort of Dr. Strangelove, who believes you can largely disregard what the politicians are going to say and do, what the newspapers are going to do, and create a simple and clear and often negative message, which, repeated often enough, can bring you to victory.”

Thanks largely to his brother’s financial discipline, the messenger’s firm prospered, too.

“Early in our friendship,” Craig Shirley recalled last January on nationalreview.com, “I asked him whether it was ‘Finkelsteen’ or ‘Finkelstine’ (with a long i), and Arthur characteristically replied, ‘If I was a poor Jew, it would be Finkelsteen, but since I am a rich Jew, it’s Finkelstine.”

Mr. Finkelstein was openly gay, although his sexual orientation was not common knowledge until it became the subject of an article in Boston Magazine in 1996. He married Donald Curiale, his partner of more than 50 years, in a civil ceremony in 2004.

His survivors include Mr. Curiale; their daughters, Jennifer Elizabeth Delgado and Molly Julia Baird-Kelly; a granddaughter; and his brothers, Ronald and Barry.

Mr. Finkelstein smoked heavily, loved to gamble and was habitually rumpled.

“He’d walk through the door carrying a poll tucked under his arm and take off his shoes and unfasten his tie, leaving the ends dangling, and start pacing up and down in his stocking feet,” Richard Morgan wrote in “The Fourth Witch” (2008), describing a strategy session of the National Congressional Club. “Then Tom Ellis would growl, ‘O.K., you’ve told me about the poll. Now tell me the ad,’ and without blinking Arthur would go into a kind of trance and just dictate a 30-second ad.”

Rarely photographed or interviewed, Mr. Finkelstein was unusually reflective during his 2011 public appearance in Prague, in which he discussed his accomplishments, the goals of negative campaigning and how television and the internet have altered politics since the eras of Goldwater, who remained one of his heroes, and Reagan.

“I went into this as a kid to change the world, because I was an absolute ideologue,” he said. “I would stand outside on soapboxes in Greenwich Village at 3 in the morning and argue with people about the nature of freedom.

“I said I wanted to change the world, I said I did, I made it worse,” he added, without amplifying and, perhaps, with a dollop of self-deprecation. “It wasn’t what I wanted to do.”

A version of this article appears in print on Aug. 21, 2017, Section A, Page 23 of the New York edition with the headline: Arthur Finkelstein, Guru Of Conservative Politics And Strategy, Dies at 72.

Vae victis

Père et fils Priebke à Hennigsdorf pas loin de Berlin, photo d‘environ de 1916.
Père et fils Priebke à Hennigsdorf pas loin de Berlin, photo d‘environ de 1916.

https://jeune-nation.com/nationalisme/natio-france/hommage-de-jeune-nation-au-marechal-philippe-petain-22-et-23-juillet-2020

Un commentaire :

“Merci pour ce reportage. 

Maréchal  Philippe Pétain
Maréchal Philippe Pétain

Une petite correction : vous écrivez „le plus vieux prisonnier du monde“. Je suis désolé : le plus vieux prisonnier du monde fût Erich Priebke, né le 29 juillet 1913 à Hennigsdorf près de Berlin, mort le 11 octobre 2013 à Rome en Italie, donc à l‘age de 100 (!) ans. Priebke qui était traducteur pour la langue italienne et travaillait à partir de 1936 pour la section de presse du Reichssicherheitsdienst (RSD) à Berlin. Le RSD était chargé de le protection du Führer. C‘est ici que Priebke recontrait entre autre le Duce italien. 

Comme la police allemande fût incorporé en 1937 dans la Schutzsstaffel (SS) il devint donc membre de la SS et fonctionnaire d‘état. A partir de 1941 il travaillait à l‘ambassade allemande à Rome. C‘est là qu‘il eu le malheur de devoir être membre des forces de l‘ordre pour réprimender l‘acte terroriste de communistes italiens qui avaient tué par un attentat de bombe à Rome 33 jeunes policiers allemands du Tyrol du Sud (et dix civils italiens et un garçon de 13 ans). Le Führer exigea que pour chaque mort allemand 100 prisonniers italiens furent éxécutés si dans un délai de cinq jours les responsables de cet attentat meurtrier ne se rendent ce qui était légalement conforme au lois de guerre . Ce fût naturellement pas le cas.

Le Maréchal Albert Kesselring responsable aussi pour l‘Italie succéda à réduire au près du Führer le taux de représaille à 1 : 10. Donc 330 italiens devaient être exécuté. Pour de raisons non-connu 335 et non 330 personnes furent exécutés dont 75 juifs dans les Fosse Ardeatine à Rome. 

Priebke comme adjoint du commandant de police allemand de Rome Herbert Kappler était entre autre chargé de rassembler les personnes qui devaient être exécuté la plus part d‘entre eux des détenus de prison. Faisant partie du personnel d‘exécution il deva lui-même abattre deux personnes et superviser ce qui fût connu après la guerre en Italie comme le massacre allemand le plus grave de la guerre 1939-1945. 

Après la guerre Erich Priebke quitta l‘Europe en 1946 avec sa femme originaire du Sud de Tyrol pour l’Argentine où il viva paisiblement et respecté de la commune de Bariloche entre autre comme directeur de l‘école allemande. 

En 1995 dans une supercherie semblable de celle d‘Israel avec Adolf Eichmann en 1960 des organisations sionistes de New York, de Rome et de Buenos Aires en coopération avec la chaine de télevision américaine du NBC succédèrent à faire extrader Priebke d‘Argentine vers l‘Italie où il devait comparaître devant un tribunal militaire de guerre italien. Là il fût acquitté mais un mob juif fou de rage dans la cour même du tribunal assisté par une presse italienne suréxcitée arriva qu‘après quatre ans et trois (!) procès Priebke fit finalement condamné à la perpétuité comme le demandaient les organisations juives du monde entier.

Et bien : jusqu’au dernier jour de sa vie à l’âge de 100 ans, donc 18 ans en total, Priebke ne reçu pas de grace même pas par le pape allemand qui résida au Vatican même pas 500 mètres de l‘endroit où le vieux soldat allemand Priebke devait subir jusqu’à sa mort sa détension à perpétuité. 

Pourquoi ? Quel avait été le crime suprême d’Erich Priebke aux yeux de ces organisations juives ? Et bien : il n‘avait pas demandé pardon au peuple juif ni aux organisations juives parce qu‘il affirma jusqu‘au dernier jour de sa vie que comme soldat allemand il n‘avait pas d‘autre choix que d’exécuter un ordre de ses supérieurs surtout que dans son cas l‘ordre venait directement du Führer.

Une interview de Priebke à l’âge de 100 ans en italien faite par son avocat et ange gardien Dottore Paolo Giachini peut être visioné ici : https://youtu.be/VjgdqZoVNOk. 

Sa autobiographie de plus de 1 000 pages en allemand peut être commandé ici : https://www.klosterhaus-versand.de/erich-priebke-vae-victis-wehe-den-besiegten.html.  

Le film en italien Guai ai vinti (vae victis) sur cette supercherie d‘une durée de 105 minutes peut être vue ici : https://archive.org/details/ErichPriebkeGuaiAiVintiDocumentarioCompleto„

Chefredakteur der Alliierten

Hamburger Morgenpost, Seite 34 + 35, in der Ausgabe vom Sonntag, den 26. Juli 2020.
Hamburger Morgenpost, Seite 34 + 35, in der Ausgabe vom Sonntag, den 26. Juli 2020.

Leserbrief an die Hamburger Morgenpost

“Operation Gomorrha — Ihr Chefredakteur irrt wie er druckt. 

https://www.mopo.de/hamburg/historisch/-operation-gomorrha--vor-77-jahren-verwuestete-der-feuersturm-hamburg-30996636

Gleich im ersten Satz seines Artikels über eines der größten Kriegsverbrechen der Briten und US-Amerikaner gegen die deutsche Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs, vom 24. bis 28. Juli 1943, der Operation Gomorrha, behauptet er, „in keiner anderen Stadt“ seien “jemals so viele Menschen in so kurzer Zeit auf so grauenvolle Weise getötet worden wie in Hamburg“. Glatte Lüge. 

Sein darauf wahrscheinlich erfolgendes Pseudo-Gegenargument, in Dresden 1945 seien doch „erwiesenermaßen“ nur „maximal 25.000 Menschen“ gestorben, wie kürzlich in einem bestellten Gefälligkeitsgutachten veröffentlicht, ist dermaßen billig, daß es keinen Sinn hat, darauf einzugehen. 

„Chefredakteur der Alliierten“ könnte man diesen Ihren Herrn Wunder nennen, um die Redewendung eines wahren deutschen Patrioten wie Kurt Schumacher (SPD), leicht abgewandelt, zu benutzen. 

Weiters im Blatt gefällt sich Herr Wunder aber darin, seitenweise über seine eigene Vorfahren aus Pommern zu schreiben, das einem fast die Tränen kommen. Dabei muß man aber wissen, daß dieser Herr Wunder seit Jahren das Gedenken an das Unrecht der Vertreibung von ca. 15 Millionen Deutschen aus dem deutschen Osten in eben diesem seinen Blatt mit Dreck bewirft und dieses ehrenvolle Erinnern als „Verharmlosung des Nationalsozialismus“ und „ewiggestrige“, „rechtsextreme“, „holocaust-leugnende“ und „Nazi“-Geschichtsschreibung diffamiert. 

Es ist eine Schande für das deutsche Volk, solche Schreiberlinge ihr eigen zu nennen, die sich pseudo-moralisch und besserwisserisch über Millionen eigener vielfach bereits verstorbener Landsleute erheben und tagtäglich ihren persönlichen Dreckkübel medial über eben diese ausschütten, aber das Eigene und Private als irgendwie maßgeblich für irgendetwas in den Vordergrund schieben und dann noch den Lesern unter die Nase reiben.

Einzige Genugtuung: Herr Wunder darf im Hamburger Veddel leben und sich an der multikulturellen Bereicherung eines quasi deutsch-freien Hamburger Stadtteils erfreuen. Ein Jammer nur für die dort lebenden Ausländer, daß sie von diesem bald letzten Deutschen im Veddel eine getürkte Erzählung über die jüngere deutsche Geschichte erhalten werden. Aber dann wird es auch egal sein. Kein Wunder: dieser Olaf will finis germaniae.

Mit freundlichen Grüßen

Hartwig Benzler, Hamburg„

Warum will Meuthen die Spaltung?

Wahlplakat der CDU aus dem Jahr 1983. Quelle: https://wahl.tagesspiegel.de/2017/zeitreise/1983/cdu-plakat/
Wahlplakat der CDU aus dem Jahr 1983. Quelle: https://wahl.tagesspiegel.de/2017/zeitreise/1983/cdu-plakat/

Der YouTube-Blogger „Schütt, Wolfgang“ hat unserer Meinung nach eine sehr treffende Antwort auf die von Thorsten Weiß im Interview mit Andreas Kalbitz und Roman Reusch (alle AfD) (siehe https://youtu.be/-nWuui8nqVs) gestellte abschließende Frage nach der Motivation des Tuns von Noch-AfD-Ko-Sprecher Jörg Meuthen in der Kommentarspalte des YouTube-Videos des YouTube-Kanals „Für Gerechtigkeit“ posten wollen. Da der Platz für seine Antwort dort nicht ausreicht, veröffentlichen wir sie hier mit seiner Erlaubnis.

„Danke für dieses sehr informative Gespräch. Alle vier Herren wirklich sehr überzeugend. 

Bei der abschließenden Frage hinsichtlich der Motivation von Meuthen & Co., warum sie denn, koste was es wolle, Andreas Kalbitz aus der Partei werfen wollen, hat leider keiner richtig geantwortet, obgleich es doch eigentlich recht einfach ist. 

Also:

  1. Die sieben Gegner von Kalbitz im Bundesvorstand sind allesamt aus dem Westen, dazu noch der „Sachse“ Hütter als achter, der ja ursprünglich auch aus dem Westen kommt und als Petry-Mann ähnlich opportunistisch gestrickt ist wie die anderen sieben.

    Sie alle glauben, der eine mehr, der andere weniger, daß der Flügel, aber eben vor allem Kalbitz und natürlich Höcke, der AfD im Westen durch ihr „Nazi“-Image so sehr schaden, daß das nahezu der alleinige Grund ist, warum die Partei in Schleswig-Holstein aktuell bei 3%, in Hamburg bei 4%, in NRW und Bayern bei 5% stehen und so weiter und so fort.

    Diese Herren - und die eine Dame aus Bayern, die zwar von Politik keine Ahnung hat, aber ihr eigenes privat-geschäftliches Ding im EU-Parlament macht - werden von vielen ihrer westlichen Mitglieder tagtäglich darauf angesprochen, warum sie nicht endlich diese bösen „Nazis“, also den „Himmler“ (= Kalbitz) und den „Hitler“ (= Höcke), aus der Partei werfen, denn dann (!) würden doch die Werte für die AfD wieder nach oben gehen, denn dann (!) wäre man ja das „Nazi“-Image los. Lucke 3.0. O sancta simplicitas.

    Das hört der typische AfD-Westmann tagein, tagaus in der Tagesschau, das liest er im Spiegel, in der SZ, in der FAZ, in der Welt, in der Bild-Zeitung, und deswegen plappert er es den West-AfD-Granden nach. Denn so sind nun mal die meisten Menschen, mindestens zu 95%, wahrscheinlich eher zu 99%.

    Vielleicht noch wichtiger als dieser Anti-Flügel-Druck von der AfD-Mitgliedschaft ist der tagtägliche „Streß“ an den Wahlkampfständen, wenn denn mal welche gemacht werden. Der gewöhnliche westdeutsche BRD-Bürger, der inhaltlich-programmatisch eigentlich die AfD wählen könnte, glaubt eben genauso wie das gewöhnliche West-AfD-Mitglied, was in der Tagesschau, den Tagesthemen, beim ZDF, im WDR, NDR, SWR & Co. über Kalbitz, Höcke und dem Flügel gesagt wird.

    Außerdem ist man im Westen noch so staatshörig, vor allem bei denen, die im Kern „konservativ“ sind, also per Definition staatstreu sind, daß der Verfassungsschutz schon gute Gründe haben wird, warum er den Landesverband Thüringen und den von Brandenburg unter Beobachtung stellt.

    Denn dieser potentielle AfD-Wähler im Westen, der durchschnittlich früher CDU- bzw. CSU-affin war, kann sich aufgrund seines „anständigen“ Wesens grundsätzlich nicht vorstellen, daß auch deutsche Beamte opportunistisch, also zweckorientiert handeln, obgleich das im Grunde ganz banal ist. Denn der Beamte merkt nun mal ganz schnell, was die Vorgabe des politischen Dienstherren ist. Wer möchte von diesen Beamten eine eigene, andere Meinung riskieren und dadurch seinen Pensionsanspruch?

    Viele Westler in der BRD glauben immer noch an den althergebrachten Ethos des deutschen Beamten, den es vielleicht früher mal bis in die 70er/80er Jahre gegeben haben mag, der rein nach Gesetz und Recht seinen Beamtendienst ausübte. Daß das heute, auch wegen der zunehmenden Verausländerung des Beamtencorps, nicht mehr der Fall ist, das geht in den Kopf eines gewöhnlichen westdeutschen Bürgers mehrheitlich nicht rein. Der heutige multikulturell geprägte BRD-Beamte ist nun mal ein anderer als der deutsche Beamte der alten BRD.
  2. Man darf nicht vergessen, daß die politische Feigheit gerade des Westdeutschen weitaus ausgeprägter ist als die des früheren DDR-Bürgers, der im wesentlichen die Ost-AfD prägt. Der West-BRD-Bürger hat im Gegensatz zum DDR-Bürger am eigenen Leibe nicht (!) mitbekommen, was es bedeutet, wenn eine komplette staatstragende Elite, ein ganzer Staat in den Orkus weggespült wird, Stichwort 1989/90.

    Der Westdeutsche kann nicht verstehen, weil er es eben nicht erlebt hat, daß vermeintliche ewige politische „Wahrheiten“, unerschütterliche gesellschaftliche Überzeugungen, die jahrzehntelang auf allen öffentlich rechtlichen Kanälen gesendet wurden und die die große Mehrheit des Staatsvolkes geglaubt haben, von heute auf morgen nichts mehr wert sind.

    Er kann sich auch nicht vorstellen, daß sich dann später öffentlich (!) rausstellen kann, daß früher in seinem Staate vielerorts gelogen und betrogen wurde, daß sich, bezogen auf die DDR, die DDR-Balken nur so gebogen haben.

    Der halbwegs aufgeweckte frühere DDR-Bürger um die 50 aufwärts weiß das. Der entsprechende West-BRDler gleichen Alters weiß das in aller Regel nicht.
  3. Nicht zu vergessen, und womöglich ist das das entscheidende treibende Element, ist der Faktor des Opportunismus und der mehr oder weniger großen Käuflichkeit vieler Politiker. Das gilt nun mal auch für die AfD. Am Beispiel von Jörg Meuthen kann man das schön darstellen.

    Als es ihm vor einigen Jahren noch persönlich nutzte, um seinen Karriereweg in der AfD hinlegen zu können, nachdem ihn Frauke Petry nach dem Ausscheiden von Prof. Bernd Lucke als Professorenersatz in den AfD-Bundesvorstand gehievt hatte, und der gesellschaftliche Druck auf die AfD noch nicht so groß war, daß es einem spürbar schmerzen konnte, da zeigte er sich, wenn auch etwas verwundert, so doch ganz erheitert, beim Flügeltreffen am Kyffhäuser mit Höcke & Co..

    Er sagte nicht nur da, sondern auch in die Kameras der etablierten Medien des Landes Dinge über Kalbitz und Höcke, die er heute komplett vergessen hat. Er, Meuthen, würde seine Hand dafür ins Feuer legen, denn das sei nun mal seine persönliche Erfahrung, daß weder der eine noch der andere ein „Rechtsextremist“ seine. Was für eine Frage!

    Er tat das, weil es ihm half, als Bundessprecher der AfD gewählt, vor allem um wiedergewählt zu werden.

    Doch als dann die Mächtigen dieses Landes merkten, also Angela Merkel aufwärts bis hin zur berühmten Ostküste der USA, die bekanntlich heute selbst gespalten ist, wegen Donald Trump, daß

    a. Björn Höcke wirklich Politik machen kann, siehe die Wahl vom FDP-Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen im Erfurter Landtag,

    und

    b. dank Corona die Werte der AfD automatisch, wie bei allen anderen Oppositionsparteien auch, aber vor allem bei den zuvor massiv medial gehypten Grünen, in den Keller schossen,

    ergriffen diese wirklich Mächtigen der „BRD“ die Gelegenheit beim Schopfe und zogen blank.

    Will sagen: da ganz oben sagte man sich, jetzt oder nie. Eine bessere Gelegenheit, die AfD als authentische patriotische Erneuerungskraft zu zerstören, gibt es nicht. Vielleicht wird sie auch nicht mehr wiederkommen, zumal dann, wenn bei den nächsten Wahlen die AfD im Osten stärkste Kraft werden sollte und dann mit einer umfallenden Union doch die Regierungsgeschäfte übernehmen könnte. Dann wäre die AfD zumindest im Osten durch. Das galt es und gilt es zu verhindern.

    Einem Opportunisten, Karrieristen und eitlen Dabeisein-Wollenden wie Jörg Meuthen konnten diese Leute ganz einfach glauben lassen, jetzt, und nur jetzt, und wahrscheinlich zum letzten Male, bestünde die reale Machtoption, als Anhängsel der Union, sozusagen als FDP 2.0-Ersatz, in der Form des Junior-Partners, in eine echte „bürgerliche“ Koalition in den Bundesländern und vor allem im Bund einzusteigen.

    Die Karotte, die Meuthen und den anderen Meuthisten (Pazderski, von Storch, Wolf, Paul, Dieter Stein & Co.) hingehalten wurde, vor allem aus den Union- bzw. WerteUnion-Kreisen, war und ist ganz einfach die gesellschaftliche Wichtigkeit. Der Ministerposten, die dicke Limousinen, die fette Diät, die Einladung zu vermeintlich wichtigen politischen Fernsehsendungen, für einen Dieter Stein die zum WDR/Phoenix-Presseclub.

    Das war schon bei Lucke und Petry der Hebel, nun ist er es bei Meuthen & Co. wieder. 

Für diese angestrebte Möglichkeit, dabei zu sein, ziehen eben Meuthen & Co. durch, und wollen nun final die mißliebigen Parteikollegen aus dem Osten rausschmeißen, zumal im Westen der Republik die „Flügler“ mehrheitlich unterrepräsentiert sind und, das muß man zugeben, in nicht wenigen Fällen nicht gerade die hellsten Leuchten und die gesellschaftlich präsentabelsten Personen sind. 

Also viele Akademiker, Doktoren, Professoren, Unternehmer, Ärzte, Apotheker, Steuerberater oder leitende Angestellte findet man im Westen beim Flügel eher selten, ganz zu schweigen von Künstlern, Kirchenleuten, Beamten, Schauspielern oder anderen gesellschaftlich relevanten Berufsgruppen. 

Der durchschnittliche AfD-Flügelmann im Westen entstammt im Regelfall eher dem unteren Drittel der Sozialskala der BRD, einige vielleicht noch aus dem mittleren Segment, aber aus dem oberen Drittel der „Gesellschaft“ im Grunde niemand. 

Das war bekanntlich unter Lucke, Henkel, Starbatty, Kruse, Adam & Co. noch ganz anders, da war man tatsächlich eine gesellschaftlich halbwegs geachtete „Professoren-Partei“. 

Das ist heute, sieben Jahre später, wahrlich nicht mehr so. Für Meuthen ist das seelisch ganz schlimm, denn er sonnt sich, da nur FH-Professor, gerne im Glanze tatsächlich wichtiger Professoren und vermeintlich wichtiger BRD- und EU-Polit- und Mediengrößen.

Die heutige AfD Version 2020 ist, vor allem dank der Erfolge auf dem Gebiet der ex-DDR, zu einer mehrheitlichen Arbeiter-, Arbeitslosen-, Kleinbeamten- und Facharbeiter-Partei mutiert, wo das Patriotische eine viel größere Bedeutung gewonnen hat als zu den Anfängen der AfD. 

Für die Ursprungs-AfD von Lucke, Petry & Co. hatten Volk, Heimat und Vaterland, trotz aller propagierten Werbeprospekte, im Kern sehr wenig wenn eigentlich keine Bedeutung. 

Der damaligen AfD 1.0 ging es im wesentlichen um Wirtschaft, um Finanzen, vielleicht auch um Bildung, um Infrastruktur, also um seelenloses, nüchternes Volkswirtschaftliches, mehr nicht. 

Man wollte wohl die gute alte CDU der 80er/90er sein, also die CDU von Kohl, um so, wie auch immer, in die BRD der 80er Jahre zurückspringen zu können, ohne diese komischen, krawalligen DDRler, mit schöner Westbindung, der EG, der Deutschen Mark, der Deutschland AG, der schönen heilen Welt von damals. 

Das, was Höcke, Kalbitz, Kubitschek & Co. wollen, also der Flügel und viele „Ostdeutschen“, ist selbstredend viel umfassender. Das ist eben ein gefühlter Rücksprung auf ein tatsächliches oder vielleicht auch nur imaginiertes Deutschland von vor Hunderten von Jahren, aber mit heutiger moderner Technologie, als Deutschland ein deutsches Land war, das mehrheitlich, also zu über 95%, wirklich deutsch, also ethnisch „weiß“ und abstammungstechnisch „deutsch“ war, es keinen NS-Schuldkult alias deutschen Selbsthaß gab, als, wie im Zweiten Deutschen Reich unter Bismarck, das Deutsch ein Gütezeichen schlechthin in der Welt war. 

Heutzutage ist weltweit das schlimmste Schimpfwort „Nazi“ alias „Rassist“ alias „Antisemit“, und der ist nun mal, wegen Adolf Hitler, mit dem Deutschen unwiderruflich verknüpft. Adolf Hitler durchdringt 75 Jahre nach seinem Tode immer noch das Deutschsein, weltweit, im Grunde so stark wie noch nie zuvor. Wer das nicht sehen kann, der ist entweder dumm oder unredlich. 

Für Höcke & Co. definiert sich aber das Deutschsein nicht mit Adolf Hitler, sondern es überspringt ihn und greift viel weiter zurück, eben die berühmten „1.000 Jahre“, genauer gesagt sogar Tausende Jahre. 

Die BRD- (und West-Medien) versuchen das natürlich zu verdecken und hauen dem BRD-Bürger ständig die “Nazi”-Keule um die Ohren, damit dieser eben glaube, Höcke sei tatsächlich die Wiederkehr von Hitler und Kalbitz tatsächlich die Wiederauferstehung von Himmler. 

An vorderster Stelle machte das die Bild-Zeitung, unmittelbar gefolgt vom ZDF, dann ebenso dicht der WDR, der NDR, der Spiegel, die taz und wie sie alle heißen. Leider, das gilt es einfach festzuhalten, glauben das noch sehr sehr viele deutsche Bundesbürger im Westen. Und eben sehr viele in der West-AfD und einige in der Ost-AfD.

Der im wesentlichen vom Flügel gelebte altdeutsche Traum eines souveränen, starken und selbstbewußten Deutschlands, zwar flächenmäßig verkleinert durch die Geschehnisse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert, aber immerhin durch die Zusammenlegung der BRD und der DDR zu einer östlich vergrößerten BRD gewachsen, dieser Traum ist vielen West-AfDlern vollkommen fremd. 

Sie haben sich in der kulturell von den USA, von Hollywood und McDonald‘s geformten West-BRD wohlig eingerichtet. Auch die EU ist zwar irgendwie ärgerlich, gehört sicherlich ein wenig reformiert, aber sie ist nun mal nicht mehr zu ändern. Als „Realpolitiker“ hat man das als politisches Faktum hinzunehmen. Punkt. Absatz.

Wie gesagt: Meuthen & Co. wollen gesellschaftlich-politisch gesehen zurück in die vermeintlich guten 80er Jahre der BRD, mehr nicht. 

Höcke, Kalbitz & Co. wollen etwas ganz anderes. Ein neues Deutschland Version 2020, das sich seiner vielfältigen, zumeist von fremden Mächten auferlegten Altlasten vollständig entledigt hat und ohne Wenn und Aber im Herzen Europas für seine eigenen deutschen Interessen einsteht. Verkürzt gesagt eine großdeutsche Schweiz, nur auf deutsch. 

Meuthen, von Storch & Co. wollen also die BRD, wie sie bisher war, nur bissl aufgefrischt. Der kleine Wurf.

Höcke, Kalbitz & Co., wahrscheinlich auch Gauland, wollen Deutschland, mit einem großen D. Der große Wurf.

Weil die Kleinwerfer nicht Großwerfer sein können und deshalb es auch nicht wollen, aber nun mal die pekuniären Vorteile des Dabeiseins nutzen wollen, und diese von den etablierten Kräften der BRD angeboten bekommen, wollen sie nun die AfD-Großwerfer aus dem Rennen schießen, koste es, was es wolle.

Das, ganz grob skizziert, wäre wohl die Antwort auf die abschließende Frage von Thorsten Weiß gewesen, was denn die Motivation von Meuthen & Co. für ihr Handeln sein könnte. Wir glauben, wir liegen nicht ganz daneben.

Ende.“

Benzler, Hamburg, AfD

Dr. Norbert v. Handel: In großer Sorge

Dr. Norbert Baron v. Handel, https://norbert.vanhandel.at
Dr. Norbert Baron v. Handel, https://norbert.vanhandel.at

Politisches Telegramm, Nr. 160

Kritische Kommentare können entweder falsch oder richtig, bösartig oder freundlich, demagogisch oder konstruktiv sein.

Heute aber scheint es an der Zeit wirklich besorgt zu sein über die Weiterentwicklung Österreichs, Deutschlands und Europas.

Die sogenannte Corona Krise hat weltweit zu nicht mehr als einem Prozent von Infizierten geführt. Die Todeszahlen liegen überall, auch in jenen Ländern, die schlechter mit dem Virus umgegangen sind, als etwa Deutschland oder Österreich, weit unter einem Prozent.

Ja, sicherlich sind auch einige Leute durch Corona gestorben, von den meisten aber weiß man nicht, ob ihr Ableben nicht ganz andere Gründe hatte und die Infektion mit Corona nur dazu kam.

Wie auch immer, wir akzeptieren zwei große Denkschulen, die einen, dass Corona ähnlich arg wie die Pest sei und die andere, dass Corona nur eine harmlose Grippe wäre.

Was wir aber nicht akzeptieren können ist, dass ganz Länder, ganze Wirtschaften, ganze Gesellschaften an die Wand gefahren werden, wenn es weniger als ein Prozent Corona Infizierte gibt.

Dies ist politisch verantwortungslos, schwächt die Wirtschaft dramatisch und damit auch das notwendige Gesundheitswesen und nimmt „normalen“ Patienten die Chance behandelt zu werden – wie viele durch diese Verzögerungen starben, ist ebenfalls nicht bekannt.

  • Unabhängig von den innenpolitischen Zuständen, hat sich eine Nachricht in den Gazetten versteckt, die man leicht überlesen kann: so hat sich Österreich zuletzt geweigert, sich der Kritik der EU an den von der neuen israelischen Regierung angekündigten Annexionsplänen palästinensischer Gebiete anzuschließen.

Der palästinensische Außenminister Riad Malki zeigt sich auch tief besorgt und alarmiert über die österreichische Nahostpolitik.

Man darf sich erinnern, seit Kurt Waldheim UN Generalsekretär und Bruno Kreisky österreichischer Bundeskanzler war, war die österreichische Linie die einer selbstverständlich positiven Grundhaltung zu Israel, immer aber auch den palästinensischen Standpunkt zu kennen und, wo es notwendig war, zu vertreten.

Wieso es zu einer generellen Änderung der österreichischen Außenpolitik kam, ist unbekannt.

Dass der österreichische Kanzler Sebastian Kurz Mitglied des European Council of Foreign Relations (ECFR) ist, das im wesentlichen von George Soros finanziert wird, mag vielen zu denken geben.

  • Ebenfalls zu denken geben kann einem die 180 Grad Wendung der Frau Merkel – ich darf auf unseren offenen Brief an Frau Merkel vom 13. Mai 2016 erinnern – die zusammen mit dem eher erfolglosen französischen Präsidenten plötzlich ein 500 Milliarden Euro Paket vorlegt, für das die EU Mitgliedsländer anteilig haften sollen. Also genau das, was die EU Verträge verbieten, nämlich Querfinanzierungen für Pleitestaaten, zu organisieren.

Diese sollen ausgestattet mit Haftungen der sparsamen Länder werden, die dann, was meist der Fall sein wird, wenn das Geld nicht zurückkommt, dafür haften müssen – besser gesagt deren Steuerzahler.

Der Gegenvorschlag von Österreich, Dänemark, Schweden und den Niederlanden sieht dagegen Kredite vor, die zurückgezahlt werden müssen. Auch diese Lösung ist wirtschaftlich bedenklich, wenn nicht, wie für jeden anderen Kredit, Sicherheiten eingefordert werden, etwa durch Anteile an Staatsindustrien, an Infrastrukturbetrieben, an Inseln oder auch an Kulturgütern.

Es ist nicht anzunehmen, dass die Spitzenpolitiker der europäischen Staaten dies nicht wissen.

Mit Sorge stellen wir daher fest, dass wir die Motive solcher wirtschaftlichen Fehlleistungen nicht kennen.

Wenn jammernd darauf verwiesen wird, dass es ja um die EU und die Solidarität der Mitgliedsländer untereinander usw. usw. geht, dann muss man leider feststellen, dass in allen wichtigen Fragen der letzten Jahre die EU versagte. Von der Immigrationspolitik bis zur Verteidigung, von der Aufrechterhaltung der vier großen Freiheiten (Personen, Waren, Dienstleistungen, Geld), die in der Corona Krise zusammenbrachen, bis zu einer nicht vorhandenen Außenpolitik, die außer den Wirtschaftspartner Russland und damit auch die eigenen Mitgliedsländer zu schädigen, wenig brachte.

  • Wenn wir nun an Österreich denken, so ist die Bewältigung der Krise durch die Regierung, die diese selbst ausgelöst hat, mehr als bedenklich:
  • Großsprecherisch angesagte Hilfsmaßnahmen erreichen vor allem die kleinen und mittleren Betriebe nicht, die reihenweise in Konkurs gehen werden.
  • Der einzige Profiteur ist der Lebensmittel Einzelhandel, der in der Krise einen Gewinn von 200 Millionen Euro einfuhr. Genau dieser Lebensmittelhandel weigerte sich aber bis jetzt ausländische Lebensmittel deutlich für den Konsumenten als solche zu kennzeichnen.
  • Dies wieder schädigt dramatisch die heimische Landwirtschaft, da der Konsument, der lieber, auch wenn sie vielleicht da und dort etwas mehr kosten, heimische Produkte kauft, in die Irre geführt wird. Gerade jetzt aber braucht die Landwirtschaft den Konsumenten als starken Partner. Wenn Bauern nicht das Entgelt für ihre Leistung bekommen, wenn bäuerliche Produkte unter den Entstehungskosten verkauft werden müssen, wenn Almbauern aufgrund (pardon) idiotischer Gerichtsurteile verantwortlich für unvorsichtige Touristen, die von weidenden Kühen verletzt werden, haften, wenn Bergbauern Rückzahlungen von Geldern, die sie nie erhielten, leisten müssen, weil da oder dort die schwierige Grenzziehung im alpinen Raum nicht ganz klar ist, dann ist es kein Wunder, wenn das Bauernsterben zunimmt und wenn die zwingende Notwendigkeit eines Staates sich autark zu versorgen im weiter Ferne rückt.
  • Wie die dramatisch hohe Arbeitslosenzahl – die höchste seit 1945 – verdaut werden wird, wenn andererseits die Digitalisierung fortschreiten soll und wer dies zahlt und aus welchen Töpfen dies gezahlt werden soll, ja, wer überhaupt die Krise finanziert, bleibt offen.
  • Dies weiß die Regierung nicht, zumindest sagt sie es nicht. 

Dass insgesamt ein beachtlicher Verarmungsprozess stattfinden wird, ist evident.

Das alles macht uns wirkliche Sorgen!


Dr. Norbert Baron van Handel            Steinerkirchen an der Traun/ObÖ, 25.05.2020

Internetseite: https://norbert.vanhandel.at/